Die Europäische Wildkatze ist größer
und schwerer als die Hauskatze
und besitzt ein dickeres und buschigeres Schwanzfell mit drei
dunklen Ringen am Ende. Das Fell ist fein gestreift, die Schnauze
ist breiter; die helle, fleischfarbene Nase
ist ein typisches Merkmal. Die Schnurrhaare
sind weiß und kräftig ausgebildet. Nicht immer lässt sich
die Wildkatze von der Hauskatze unterscheiden, da sie sich auch mit dieser
paart. Im Gegensatz zum Luchs kommen keine Ohrpinsel
vor.
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Typische Kennzeichen
der Wildkatze: Fleischfarbene Nase,
breite Schnauze, weiße,
kräftige Schnurrhaare, Streifenzeichnung im Fell.
Wildkatzen leben in den Waldgebieten der
Mittelgebirge mit viel Unterholz und felsigen Bereichen. Man findet sie
in Deutschland, Polen, Schweiz, Frankreich, Spanien, Italien, Schottland
und in Südosteuropa. Die Wildkatze lebt als Einzelgänger und
verkriecht sich in felsigen Schlupflöchern oder in alten Fuchsbauten.
Tagsüber sonnt sie sich manchmal auf einem Ast oder einem warmen Felsen.
So bekommt man sie aber fast nie zu Gesicht, denn bei einer Störung
verkriecht sich die sehr scheue Katze sofort in das Unterholz. Sie wird
erst nachts richtig aktiv und geht dann auf die Jagd. Der Lauerjäger
erbeutet Mäuse, Ratten, Eichhörnchen,
Kleinvögel, Frösche, aber auch Kaninchen
oder junge Hasen.
Das Revier einer Wildkatze kann bis zu
neun Quadratkilometer umfassen. Das männliche Tier, der Kuder
(umgangssprachlich auch "Kater") sucht die Kätzin
nur zur Paarungszeit im Februar oder März auf. Nach einer Tragezeit
von etwa neun Wochen bringt die weibliche Katze zwei bis vier Kätzchen
zur Welt. Die Kätzin säugt die Kätzchen und zieht sie groß.
Nach mehr als einem halben Jahr suchen sich diese ein eigenes Revier. Junge
Wildkatzen sterben oft, das sie immer wieder Viruskrankheiten zum Opfer
fallen. Während die Wildkatzen früher häufig bejagt wurden,
sind sie in heute ganzjährig geschützt. |