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| Das europäische Eichhörnchen
ist an dem langen buschigen Schwanz gut zu erkennen. Es wird 200-400 Gramm
schwer, die Kopf-Rumpflänge beträgt 15-21 Zentimeter. Der Schwanz
kann bis zu 20 Zentimeter lang werden. Er ist beim Klettern und Springen
eine wichtige Hilfe, denn er dient zum Balancieren und als Steuerruder.
Beim Laufen hält das Eichhörnchen den Schwanz stets nach oben.
Es gilt als Sohlengänger, wie beim Mensch
oder beim Menschenaffen berührt beim Laufen der ganze Fuß von
der Ferse bis zur Zehe den Boden.
Die vier Finger und der verkümmerte Daumen sind mit Krallen besetzt. Sie bieten einen guten Halt beim Klettern an glatten Stämmen. Das Eichhörnchen hat das Gebiss eines Nagetieres. Das Fell ist variabel, es kommen alle Färbungen von Hellrot bis Braunschwarz vor. Die Bauchseite erscheint weiß oder cremefarben. Das Winterfell ist dichter, auch sind im Winter die Ohrpinsel länger ausgeprägt und die nackten Fußsohlen beharrt. Eichhörnchen kommen in fast ganz Europa
und in Nordasien vor. Sie leben bis zu einer Höhe von 2000 Metern.
In Nordasien bevorzugen sie Nadelwälder, in Mitteleuropa leben sie
auch in Laub- und Mischwäldern. Oft trifft man sie in Parks und Gartenanlagen
an, da sie dort vom Nahrungsangebot der menschlichen Kultur profitieren.
Eichhörnchen leben überwiegend
als Einzelgänger, nur zur Paarungszeit im Januar und Februar verfolgen
die Männchen die Weibchen in den Baumkronen in wilden Verfolgungsjagden.
Manchmal nutzen auch mehrere Tiere einen Kobel, dann besitzen die älteren
und größeren Tiere ein Vorrecht zur Nutzung. Das Weibchen bringt
bis zu sechs Junge zur Welt. Als Nesthocker
sind diese bei der Geburt nackt, blind und taub und sind auf die Aufzucht
und Fürsorge der Mutter angewiesen. Nach sechs Wochen verlassen sie
das Nest. Die Weibchen werfen bis zu dreimal im Jahr Junge. Im Durchschnitt
wird ein Eichhörnchen drei bis vier Jahre alt, in Gefangenschaft kann
es auch zehn Lebensjahre erreichen.
Eichhörnchen ernähren sich von Samen, Nüssen, Beeren, Eicheln, Pilzen, Insekten, Eiern oder von jungen Vögeln. Im Gegensatz zum Menschen vertragen sie auch giftige Samen wie die der Eibe. Beim Fressen halten sie die Nahrung in der Vorderpfote, so können sie bis zu 100 Fichtensamen pro Tag verzehren. Sie reißen die Deckschuppen der Zapfen ab und gelangen so an die nährstoffreichen Samen. Nüsse wie Walnüsse oder Haselnüsse werden mit Leichtigkeit geöffnet. Der Nager nagt mit den unteren Schneidezähnen ein Loch in die Nuss und setzt diese dann als Hebel ein, so springt die Nuss auf. Bei Bedarf verstecken sie ihre Nahrung als Wintervorrat in Baumhöhlen oder im Boden. Da einige Vorratsplätze immer wieder vergessen werden, keimen die versteckten Samen, so sorgen die Eichhörnchen für die natürliche Aufforstung der Wälder. Zu den Feinden gehören Baummarder, Wildkatze, Uhu, Habicht und Mäusebussard. Jüngere, unerfahrene Tiere werden auch vom Wiesel oder von der Hauskatze gefressen. Auf den britischen Inseln und Italien macht das aus Nordamerika eingeschleppte Grauhörnchen dem Eichhörnchen seinen Lebensraum streitig. Das Grauhörnchen ist erfolgreicher, weil es die versteckten Wintervorräte besser findet und nicht so anfällig für Parasiten ist. |
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