Botanik und Geschichtliches: Diese Pflanze wird gelegentlich
auch als "Färberhülse" bezeichnet. Diese Benennung ist allerdings
nicht ganz richtig, denn unter der Färberhülse versteht man normalerweise
eine gelb blühende Baptisia-Art (Baptisia tinctoria). Allerdings wird
der Falsche Indigo, bzw. die "Blaue Färberhülse" oft als Ersatz
für die gelb blühende Färberhülse genommen. Baptisia
australis besitzt 3cm große, violettblaue Blüten, die in bis
zu 40cm langen Trauben stehen. Der Schmetterlingsblütler erinnert
ein wenig an eine Lupine, was ihm den Beinamen "Indigolupine" eingebracht
hat. Als Frucht bildet sich eine Hülse, die die Samen enthalten. Schon
die Indianer benutzten die Wurzel zur Behandlung von Wunden und von Durchfällen.
Aus der Wurzel wird heute eine Droge gewonnen, die in Medikamenten zur
Stärkung der Abwehrkräfte bei Erkältungskrankheiten dient,
beispielsweise im Medikament Esberitox. Es waren auch die Indianer, die
Baptisia-Arten für die Färberei benutzten.
Farbstoffgewinnung: Die Blätter der Pflanze
werden getrocknet, sie werden dabei schwarz. Beim Färben sollen die
Inhaltsstoffe auf den Textilien einen Indigo-Farbstoff von minderer Qualität
entwickeln. Die Wurzel färbt stark schwarz.
Färben: Der Vorgang entspricht im
Prinzip dem Färben mit Indigo, genaue Rezepte
sind aber nicht mehr bekannt.