Botanik und Geschichtliches: Das Foto zeigt eine Blüte
des Granatapfelbaums, aus der sich später der Granatapfel als Frucht
entwickelt. In Nordindien färbte man früher mit einem Extrakt
aus der Wurzel des Granatapfelbaumes auf einer Eisenbeize tief dunkelblaue
Farbtöne. In Indien wurde jedoch bevorzugt die Fruchtschale des Granatapfels
zum Färben von Gelb- und Schwarztönen auf Wolle verwendet.
Farbstoffgewinnung und
Färben: Die Granatäpfel werden
gesammelt und mindestens eine Woche getrocknet. Dann nimmt man die Schalen
und zerstampft sie in einem Mörser. Das Innere kann zu einem Fruchtsaft
verarbeitet oder gegessen werden. Nach dem Auskochen und Filtrieren durch
ein Küchentuch färbt man die Wolle oder die Seide direkt in dem
Extrakt. Je nach Vorbeize und Intensität erhält man gelbe, gelbrote
oder schwarze Farbtöne.