| Schminkwurz,
Alkanna
Größe bis 30 cm, Blütenfarbe blauviolett |
Alkanna
tinctoria
Raubblattgewächse
|
|
|
|
| Vorkommen Südeuropa und Türkei; vereinzelt kultiviert in botanischen Gärten und Kräutergärten | Farbstoff Rinde und unterirdische Sprosse: Alkannin u.a. (rotviolett färbend) |
| Geschichte |
| Die Schminkwurz ist auch unter dem Namen "Alkanna" oder "Färbende Ochsenzunge" bekannt. Es ist eine alte Färberpflanze, eine Abbildung findet sich im Blackwellischen Kräuterbuch um 1737. Die Pflanze wurde wie die Gemeine Ochsenzunge (Anchusa officinalis) schon bei den Römern als Farb-Rohstoff für Kosmetika eingesetzt. Der griechische Arzt Galenos (geb. 129 nach Christus, Leibarzt des Römischen Kaisers Marc Aurel) berichtet hiervon. Die Wurzelextrakte wurden früher zum Färben von Fetten, Pomaden und Schminken verwendet. |
| Nutzung |
| Die Farbstoffe aus der Alkanna sind nicht wasserlöslich. Daher übergießt man die ausgegrabenen Sprosse und Wurzeln mit Alkohol und lässt die Mischung für eine Nacht stehen. Danach filtriert man durch ein Geschirrtuch und vermischt das Ganze mit heißem Wasser, das ein paar Tropfen Geschirrspülmittel enthält. In dieser Lösung kann man die vorgebeizten Textilien färben. Mit einer Alaunbeize erhält man violette Färbungen, die allerdings relativ lichtempfindlich sind. |
| Copyright: T. Seilnacht |