Die Getreideart stammt von einer wilden
Emmersorte ab, die in Vorderasien beheimatet war. Die Pfahlbauer in Süddeutschland
pflanzten neben dem Einkorn auch schon den Pfahlbau-Emmer
(Triticum amylum Seringe). Seit der Bronzezeit nahm die Bedeutung dieser
urtümlichen Getreidesorte ab. Mit dem Aufkommen des ökologischen
Landbaus am Ende des 20. Jahrhunderts wurde die nährstoffreiche Getreidesorte
aber wieder entdeckt.
Emmermehl ist wie Einkornmehl relativ
reich an Mineralstoffen und Eiweißen. Es enthält Carotinoide,
denen positive Wirkungen auf die Sehkraft und eine vorbeugende Wirkung
für Krebserkrankungen nachgesagt werden. Allerdings sind im Vergleich
zu den heutigen Weizensorten die Klebereigenschaften nicht besonders gut,
daher lässt sich mit reinem Emmermehl Brot nur mit Mühe backen.
Zusätze im Vollkornbrot verleihen dem Brot einen intensiveren und
würzigen Geschmack. Emmer wird auch zur Herstellung von ökologischem
Bier eingesetzt. In der Toscana findet man als Spezialität die Zweikornsuppe
(zuppa al farro).
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