| Augentrost
Mai - September, 5 - 40 cm |
Euphrasia
officinalis
Sommerwurzgewächse
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| Standort
Magere Weiden, Bergwiesen, Moorwiesen; Halbschmarotzer
Wirkstoffe Iridoidglycoside (Aucubin, Catalpol, Euphrosid), Lignane, Flavonoide, Gerbstoffe, Gallussäure, Caffeesäure, ätherische Öle Droge Kraut Euphrasiae herba |
Merkmale
Stängel verzweigt, flaumig behaart; Blätter ungestielt, eiförmig-spitz und grob gezähnt; kreuzweise gegenständig sitzend; Blüten weiß, violett geadert mit gelbem Fleck |
| Geschichte |
| Der
Augentrost kommt erstmals im Jahr 1485 im Buch "Gart der Gesundheit" als
Pflanze gegen Augenleiden zur Erwähnung. In den späteren Kräuterbüchern
wird die Heilpflanze ebenfalls beschrieben, so auch im 16. Jahrhundert
bei Hieronymus Bock und Matthiolus. Der lateinische Name bedeutet so viel
wie Frohsinn und Wohlbefinden. Euphrosine ist auch ein griechischer Name
mit ähnlichem Bedeutungszusammenhang.
In den Alpenländern war der Augentrost nicht gerne gesehen, da er als Halbschmarotzer anderen Pflanzen Nährstoffe und Wasser entzieht. Davon kunden Namen wie Milchdieb oder Wiesenwolf. |
| Heilwirkung |
| Die Droge wirkt bei Bindehautentzündungen schmerzlindernd und fördert den Heilungsprozess. Bei Hordeum - auch bekannt als Gerstenkorn, eine bakterielle Entzündung - lassen sich Umschläge zur Linderung von Rötungen und Schwellungen einsetzen. Auch bei Erkältungskrankheiten ist eine positive Wirkung zu erwarten. |
| Anwendung |
| Das Kraut wird zu Beginn der Blütezeit gesammelt und getrocknet. Zur Herstellung eines Tee-Aufgusses übergießt man einen Teelöffel der Droge mit kochendem Wasser und lässt 5-10 Minuten lang ziehen. Für Umschläge und Augenbäder kommt eine verdünnte Lösung des Aufgusses zum Einsatz. |
| Copyright: T. Seilnacht |