| Eisenkraut
Juli - Oktober, 30 - 70 cm |
Verbena
officinalis
Eisenkrautgewächse
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| Standort
Unkrautbestände, Wege; liebt stickstoffhaltige
Böden
Wirkstoffe Glycoside, ätherische Öle, Kaffeesäurederivate, Flavonoide, Bitterstoffe Droge Eisenkraut Verbenae herba |
Merkmale Stängel vierkantig, am Grund verholzt, mit gegenständig sitzenden, gekerbten und behaarten Blättern; Blüten klein, rot oder hellviolett, in langen, schlanken Ähren |
| Geschichte |
| In
der Antike galt das Eisenkraut als heilige Pflanze. Sie wurde bei Opferzeremonien
verwendet und lag auf dem Alter des Jupiters. Krieger trugen die Pflanze
bei sich, da sie vor Hieb- und Stichverletzungen schützen sollte.
Namen wie Eisenhart, Wundkraut oder Druidenkraut waren andere Bezeichnungen
dafür. Kinder wurden im ersten Bad mit Eisenkraut gebadet, da dieses
die Kinder stark wie Eisen machen sollte. Das Eisenkraut galt als Zaubermittel,
das nicht mit eisernen Werkzeugen ausgegraben werden durfte, sondern nur
mit silbernen oder goldenen Geräten. Es sollte den Männern Liebesglück
vermitteln und Frauen schöner machen.
In der Volksheilkunde wird Eisenkraut bei Schwächezuständen, Müdigkeit, Kopfschmerzen und Depressionen, als harntreibendes Mittel oder bei Bronchitis eingesetzt. Äußerlich setzt man es zur Unterstützung der Wundheilung ein. |
| Heilwirkung |
| Das Iridoidglycosid Verbenalin wirkt entzündungshemmend und schleimlösend. Die Wirkstoffe des Eisenkrauts beeinflussen das Immunsystem günstig. Eisenkrautpräparate werden vor allem bei Nasennebenhöhlenentzündungen eingesetzt, aber auch bei Erkrankungen in der Mund- und Rachenschleimhaut, sowie bei Infektionen der Atemwege sind die Wirkstoffe des Eisenkrauts wirksam. |
| Anwendung |
| Das blühende Kraut wird gesammelt und im Schatten getrocknet. Ein Teelöffel wird mit einer Teetasse kochendem Wasser übergossen und nach 5-10 Minuten abgesiebt. |
| Copyright: T. Seilnacht |