| Knoblauch
Juni - August, bis 70 cm |
Allium
sativum
Lauchgewächse
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| Standort
In Westasien beheimatet, Kulturpflanze in
Gärten
Wirkstoffe Schwefelhaltige Verbindungen wie Alliin oder Cycloalliin, sowie zahlreiche Abbauprodukte, die daraus entstehen, Kohlenhydrate Droge Knoblauchzwiebel Alii sativi bulbus |
Merkmale Blütenstand aus Hauptzwiebel, Tochterzwiebel mit Knoblauchzehen; doldige, fast kugelrunde Blütenstände, breitlinealige Blätter, oft mit großem Hochblatt, das die rötlich-weißen Blüten schützt, Zwiebelgeruch |
| Geschichte |
| Die
Zwiebel des Knoblauchs wird seit mehr als 5000 Jahren benutzt und zählt
zu den ältesten bekannten Heilmitteln. Die Ägypter, Phönizier,
Griechen, Römer und Germanen benutzten den Knoblauch als Arznei oder
als Gewürz in Nahrungsmitteln. Bei den Ägyptern wurde der Knoblauch
verehrt, der Pharao Cheops ließ in die große Pyramide sogar
eine Knoblauchzehe einmauern. Die Körperhöhlen der Mumien wurden
mit Knoblauch gefüllt, da dieser die Fäulnis verhinderte. Lauchgewächse
wie Knoblauch und Zwiebeln gehörten zur täglichen Essensration
bei den Arbeitern während dem Bau der Pyramide. Der griechische Arzt
Dioskurides beschreibt die Wirkung von Knoblauch als harntreibendes Mittel,
als Arznei gegen Würmer und gegen Zahnschmerzen.
Schon zu Zeiten Karl des Großen (747-814 ) galt der Knoblauch als Allerheilmittel des Landvolkes. Im Mittelalter sah man in ihm ein Abwehrmittel gegen böse Dämonen und Hexen. Manche glaubten sogar, dass er vor der Pest schütze. Vampire mögen angeblich keinen Knoblauch. |
| Heilwirkung |
Die
heilende Wirkung des Knoblauchs ist heute medizinisch belegt und sehr vielfältig.
Knoblauch wird bei Infektionen aller Art eingesetzt, beispielsweise bei
bakteriell verursachten Darminfektionen oder als Mittel gegen Wurmbefall.
Ferner wirkt er cholesterinsenkend, günstig für das Blutgerinnungssystem,
blutdrucksenkend und durchblutungsfördernd.
![]() Die Wirkungen sind auf die Abbauprodukte des Alliins zurückzuführen. Das Enzym Alliinase baut dieses zu Allicin um, aus dem sich wiederum andere schwefelhaltige Verbindungen wie Vinyldithiin, Methylallyltrisulfid oder Ajoene bilden. Diese Abbauprodukte wirken gegen Arteriosklerose, sie sind durchblutungsfördernd und töten Mikroorganismen ab. |
| Anwendung |
| Zur Anwendung gelangen frische und getrocknete Zwiebeln, die das alliinhaltige Knoblauchöl enthalten. Beim Zerkleinern der Zwiebel wird das Alliin durch Enzymreaktionen zu Allicin mit dem typischen Geruch abgebaut. Käufliche Knoblauchpräparate oder Pillen sind weniger wirksam als frisches Material. Zur Therapie wird die Einnahme von mindestens 3 Gramm an frischen Knoblauchzehen empfohlen. |
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