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Das Anpflanzen, Sammeln und Verarbeiten von Kräutern beruht auf Traditionen, die bis ins Altertum zurückgehen. Wild wachsende Pflanzen können gesammelt werden, wenn man sie sicher bestimmen kann. Der Ort sollte an einer durch Umweltgifte unbelasteten Lokalität liegen. Geeignet sind entlegene Waldgebiete, ungedüngte Wiesen, Trockenhänge oder der eigene Garten. Während Schönwetterperioden liegen die Wirkstoffe in den Pflanzen aufgrund des geringeren Wassergehalts in höherer Konzentration vor. Das Sammeln in Naturschutzgebieten oder in fremden Kräutergärten ist nicht erlaubt. Geschützte Wildpflanzen wie die Arnika dürfen nicht geerntet werden. Sie werden gezielt kultiviert, um medizinische Wirkstoffe zu gewinnen. Beim ökologischen Anbau werden übrigens keine künstlichen Düngemittel und keine Pflanzenschutzmittel eingesetzt, Drogen von solchen Pflanzen sind vorzuziehen. Küchenkräuter wie Basilikum und Rosmarin kann man fertig in Töpfen kaufen und auf dem Balkon kultivieren. Andere Arten wie Dill lassen sich sogar aus den Samen ziehen. Im Garten oder im Schulgarten empfiehlt sich das Anlegen einer Kräuterspirale. Aus Steinen baut man einen sich spiralig nach oben windenden Turm. Am Fuß befindet sich ein kleiner Teich. So entstehen auf kleinstem Raum verschiedene Standortansprüche.
Beim Bau der Kräuterspirale
ist darauf zu achten, dass der Teich nach Süden ausgerichtet ist.
Es kann eine Teichfolie verwendet werden. Wasserpflanzen benötigen
eine Verbindung zur umliegenden Erde. Eine alter Jutesack oder Wurzelgeflecht
erfüllt diesen Zweck. Steine am Uferrand ermöglichen eine Nutzung
als Vogeltränke. Insgesamt beträgt die Größe drei
bis fünf Quadratmeter. Die Mauer wird beginnend vom Teich aus außen
aufsteigend am besten aus Natursteinen aufgebaut. Zwischen den Mauern beträgt
der Abstand in der Spirale etwa 60cm.
Küchenkräuter eignen sich als Lebensmittel. Werden sie als solche deklariert, dann benötigen sie keine entsprechende Zulassung für den Verkauf. Wird eine medizinische Wirkung von Heilpflanzen angepriesen, dann müssen die Produkte lizenziert werden. In der Regel unterliegt diese Lizenz einem vereinfachten Verfahren, in dem nachgeweisen werden muss, dass eine entsprechende Heilwirkung bewiesen ist. |
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