Startseite   >   Herbarium >>  Bau einer Blütenpflanze
 
Der Bau einer Blütenpflanze
 
Bild vergrößern!
 
Darstellung von Annette Bruch, 5. Klasse
 (noch mit alter Rechtschreibung, neu: "Stängel")

 
Der Stängel

Der Stängel trägt die oberirdischen Pflanzenteile. Er streckt die Blätter dem Licht entgegen. Die Blüten werden so den Insekten sichtbar. Wir kennen auch unterirdische Stängelteile (Zwiebelscheibe, Wurzelstock, Ausläufer, Stängelknolle). Sie sind Nährstoffspeicher, tragen jedoch häufig Knospen (Augen) oder Blätter, während Wurzeln niemals Blätter besitzen. Bei den Kräutern ist der Stängel unverholzt (krautig), bei den Bäumen und Sträuchern verholzt; er wird Stamm genannt. Stängel und Blätter bilden zusammen den Spross. Das von den Wurzeln aufgenommene Wasser mit den Nährsalzen wird vom Stängel zu den Blättern weitergeleitet. Umgekehrt werden auch die in den Blättern gebildeten Stoffe vom Stängel bis in die unteren Vorratsspeicher geleitet.
 
Weitere Infos: Ausführliche Darstellung des Bauplans einer Blütenpflanze
 
 
Die Wurzel

Die Wurzeln der Sprosspflanzen verankern die Pflanze im Boden und saugen aus der Erde Wasser mit den darin gelösten Nährsalzen auf. In der Regel entsteht bei den Sprosspflanzen zunächste eine Hauptwurzel. Sie bildet aus Zellen Seitenorgane, sogenannte Nebenwurzeln. An den Nebenwurzeln bilden sich zahlreiche kleine Wurzelhärchen. Sie sind die eigentlichen Aufnahmeorgane für das Bodenwasser. Durch die hauchdünne Wand der Wurzelhärchen hindurch wird das Wasser aus dem Boden samt den gelösten Nährstoffen aufgezogen. Da die Wurzeln an der Spitze ständig weiter wachsen, werden immer neue Erdschichten ausgenutzt. In langen Röhren, den Wasserleitungsbahnen wird das aufgezogene Wasser in alle Teile der Pflanze, vor allem in die Blätter, transportiert. Frühblüher speichern ihre Reservestoffe (Stärke, Fett und Eiweiß) unter der Erde in Zwiebeln, Knollen, Erdsprossen oder Wurzelknollen.
 
Weitere Infos: Ausführliche Darstellung des Wurzelaufbaus
 
 
Das Blatt

Das Laubblatt setzt sich aus Blattstiel und Blattfläche zusammen. Je nach Verlauf der Blattadern sprechen wir von einer netzadrigen- oder einer paralleladrigen Anordnung. Die Laubblätter und Nadeln bereiten aus dem Kohlenstoffdioxid der Luft und dem aufgenommenem Wasser Kohlenhydrate (Zucker) und Sauerstoff. Außer Wasser ist für diese wichtige Aufbauleistung Blattgrün (Chlorophyll) und Licht erforderlich. In der Fachsprache nennt man diesen Vorgang Photosynthese. Ein Quadratmeter Blattfläche bildet in einer Stunde etwa ein Gramm Zucker.
 
Weitere Infos: Ausführliche Darstellung des Blattaufbaus und der Photosynthese
 
 
Copyright: T. Seilnacht