Ordnung
Aalartige (Anguilliformes)
| Äsche
(Thymallus thymallus), 25-50cm
Die Äsche mit ihrer fahnenartig ausgezogenen Rückenflosse lebt in schnell fließenden Bächen und kleineren Flüssen. Sie bevorzugt klares Wasser mit sandigem Grund. Das Weibchen legt von März bis Mai eine sehr hohe Zahl an Eiern in kiesige Laichgruben und bedeckt diese mit Kies. Die Larven leben zunächst im Kies. Die Nahrung der Äschen besteht aus Insektenlarven, Bachflohkrebsen, Schnecken, Würmer und gelegentlich auch aus Laich oder kleineren Fischen. |
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| Bachforelle
(Salmo trutta fario), 20-60cm
Die Bachforelle ist an der Seite dunkler als die Regenbogenforelle gefärbt. Sie bevorzugt klare, kalte Fließgewässer und benötigt einen hohen Sauerstoffgehalt und absolut saubere Gewässer. Bachforellen sind Winterlaicher und pflanzen sich zwischen Oktober und Januar fort. Das Weibchen schlägt mit ihrem Schwanz eine bis zu 30cm tiefe Laichgrube. Die klebrigen Eier werden nach dem Ablaichen vom Männchen besamt und mit Kies bedeckt. Jüngere Tiere ernähren sich von Insektenlarven und Bachflohkrebsen, während erwachsene Bachforellen auch Kleinfische, Laich und sogar Amphibien fressen. |
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| Bachsaibling
(Salvelinus fontinalis), 20-45cm
Der Bachsailbing erinnert in Form und Gestalt an eine Bachforelle, seine Seiten sind aber mit roten und gelben Punkten besetzt. Er liebt klare, kalte und saubere Fließgewässer und Quellregionen von kleinen Bächen. Die Laichzeit ist von Oktober bis März. Der Bachsaibling wurde ab 1884 aus Nordamerika in Mitteleuropa eingeführt. |
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| Blaufelchen
(Coregonus lavaretus), bis 70cm
In Mitteleuropa kommen mehrere Felchenarten vor. Der seitlich zusammengedrückte Körper ist von feinen, silbrigen Schuppen bedeckt. Je nach Art bewohnen die Felchen den Boden oder aber auch den freien Wasserbereich großer, tiefer Seen. Auch die Laichgebiete variieren von Art zu Art. Ende Oktober sammeln sich die Felchen in ihren Laichgebieten, ufernah über Sand und Kies oder im freien Wasser. Durch die Eutrophierung der Gewässer ist der Bestand dieses wertvollen Speisefischs jedoch stark gefährdet. |
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| Regenbogenforelle
(Salmo gairdneri), 25-70cm
Die Seiten der aus Nordamerika eingeführten Regenbogenforelle sind heller gefärbt als die der Bachforelle. Sie sind von einem schillernden, rosafarbenen Längsband überzogen. Im Gegensatz zur Bachforelle ist sie nicht ganz so anfällig bei wärmerem, sauerstoffärmerem Gewässer. Daher kann die Regenbogenforelle auch in Fischteichen gehalten werden und ist ein beliebter Speisefisch. Beim Laichen und bei der Nahrungssuche verhält sie sich wie die Bachforelle. |
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| Seesaibling
(Salvelinus alpinus salvelinus),
je nach Art 15-75cm Im Vergleich zum Bachsaibling ist der Seesaibling etwas blauer gefärbt und er besitzt nicht ganz so viele Punkte. Er liebt tiefe und kalte Seen in den Voralpen oder den Alpen bis zu einer Höhenlage von 2800 Metern. Die Laichzeit beginnt im Oktober, die Laichplätze befinden sich in Tiefen von 20-80 Metern Tiefe an kiesreichen Stellen und in der Nähe von Bachmündungen. Seine Nahrung besteht aus kleinen, wirbellosen Tieren, Zooplankton und anderen Fische wie Elritzen. |
| Elritze
(Phoxinus phoxinus), 7-15cm
Die Elritze ist ein relativ kleiner Fisch mit fast rundem Querschnitt. Die Männchen sind zur Laichzeit an der Unterseite rot gefärbt. Die Elritze hält sich meist in Schwärmen an der Wasseroberfläche auf und bewohnt klare, sauerstoffreiche Bäche, Flüsse und Seen. In der Laichzeit von April bis Juni heftet das Weibchen bis zu 1000 Eier an kiesige Stellen. Elritzen ernähren sich von Anfluginsekten, Insektenlarven, Kleinkrebsen und gelegentlich auch von Fischlaich. Für die Forellen und Saiblinge ist die Elritze eine wichtige Futtergrundlage. |
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| Karpfen
(Cyprinus carpio), 40-120cm
Alle Karpfenarten haben ein rüsselartiges, vorgestülptes Maul mit vier Bartfäden am Oberkiefer. Manche Arten besitzen ein auffälliges Schuppenkleid. Karpfen sind recht scheue Fische, die sich tagsüber unter den Wasserpflanzen verstecken. Sie lieben langsam fließende und stehende Gewässer mit starker Bepflanzung und sind gegen Wasserverschmutzung relativ unempfindlich. Nachts durchwühlen sie den Boden nach Kleintieren und Pflanzenteilen. In den Uferzonen ernähren sie sich auch von Algen, Plankton, Insekten und Jungfischen. Nach der Eiablage leben die schlüpfenden Larven zunächst für ein paar Tage mit ihren Klebdrüsen an den Wasserpflanzen hängend. Während die Wildform des Karpfens gefährdet ist, findet sich die Zuchtform in vielen Fischzuchten. |
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| Rotauge
(Rutilus rutilus), 20-50cm
Im Gegensatz zur Rotfeder stehen beim Rotauge die Ansatzstellen für Bauch- und Brustflosse senkrecht übereinander. Die Iris ist rot gefärbt. Der Lebensraum des Rotauges befindet sich in stehenden und langsam fließenden Gewässern. Rotaugen sind gegen Wasserverschmutzung relativ unempfindlich. Sie schwimmen in großen Schwärmen und sind oft auch im Uferbereich zwischen Wasserpflanzen anzutreffen. Die Weibchen laichen im April bis Mai zwischen 50.000 und 100.000 Eier im Flachwasser an Wasserpflanzen, Wurzeln und Steinen ab. |
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| Rotfeder
(Scardinius erythrophthalmus), 20-40cm
Die Rotfeder ist im Vergleich zum Rotauge gedrungener. Die Ansatzstelle der Bauchflosse befindet sich deutlich vor der Rückenflosse. Die Flossen sind hellrot gefärbt. Sie bewohnt den gleichen Lebensraum wie das Rotauge. Das Weibchen heftet beim Laichen mit Hilfe eines Klebstoffes bis zu 200.000 Eier an die Wasserpflanzen im Uferbereich. Die Brutdauer beträgt 3-10 Tage. |
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| Schleie
(Tinca tinca), 20-40cm
Die Schleie besitzt einen gedrungenen Körper, der olivgrün gefärbt ist. Das Maul ist mit Bartfäden besetzt. Sie lebt in langsam fließenden oder stehenden Gewässern, z.B. in Teichen, Weihern oder Flussbuchten. Schleien sind gegen Gewässerverschmutzung relativ widerstandsfähig. Sie überwintern im Bodenschlamm und laichen von Ende Mai bis August. Der Laich wird im flachen Wasser an Pflanzen angeheftet. |