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Das Leben einer Libelle
 
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Metamorphose von der Libellenlarve zur voll entwickelten Großlibelle
 
Die Libellen werden innerhalb der Insektenklasse in zwei Unterordnungen unterteilt: Kleinlibellen klappen im Ruhezustand ihre Flügel über dem Körper zusammen, Großlibellen breiten ihre Flügel aus.
 
Wie alle Insekten durchlaufen die Libellen eine Metamorphose. Aus den Eiern schlüpfen Larven, die dann räuberisch in den Teichen und Seen leben. Sie leben am Grund der Gewässer in dichtem Bewuchs und lauern anderen Wasserinsekten, Kleinkrebsen, Kaulquappen und sogar kleinen Fischen auf. Plötzlich schleudern sie blitzschnell ihren Unterkiefer, die Fangmaske, vor und ergreifen damit die Beute. Die Libellen verbleiben ein bis drei Jahre im Larvenstadium. Dabei häuten sie sich mehrmals.
  
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Libellenlarve im Wasser
 
Die Atmung erfolgt durch den Hinterleib. Wasser wird wird durch den After in den Enddarm eingesaugt und anschließend wieder herausgepresst. Bei dieser Darmatmung nehmen Kiemenblättchen im Darm den im Wasser gelösten Sauerstoff auf. Dieses Atmungsprinzip ermöglicht auch die Fortbewegung der Libellenlarve. Sie bewegt sich nach dem Rückstoßprinzip wie eine Rakete. Dabei kann sie Geschwindigkeiten von bis zu 0,5 Metern pro Sekunde erreichen.
 
Nach dem Larvenstadium verlässt die Libelle das Wasser und klettert an einem Pflanzenstengel empor. Nun reißt der Brustabschnitt am Rücken auf und die voll entwickelte Libelle zwängt sich hindurch. Die nicht mehr gebrauchte Hülle verbleibt auf dem Pflanzenstengel.
 
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Verlassene Hülle einer Libellenlarve
Paarung
 
Zur Paarung richten die Männchen ihr Hinterteil nach oben und stellen einen auffälligen Farbfleck, das Lämpchen zur Schau. Ist ein Weibchen angelockt, flattert das Männchen aufgeregt vor dem Weibchen hin und her und lockt es zu einem Eiablageplatz auf einer Wasserpflanze. Bei der Paarung bildet sich ein Paarungsrad: Das Weibchen krümmt seinen langen Hinterleib nach vorne und nach unten, bis es den Körper des Männchens hinter dem Brustabschnitt berührt. Das Männchen überträgt das Sperma in das Geschlechtsorgan des Weibchens. Die Eier werden später vom Weibchen im Flug auf Pflanzenteile dicht unter der Wasseroberfläche abgelegt.
  
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Eiablage durch eine Königslibelle
 
 
> Kurzfilm in der Primarstufenversion
 
 
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