Die
Ringelnatter
(Natrix
natrix), bis 160cm
auf der CD-ROM
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Erwachsene Tiere der europäischen Ringelnatter
werden bis zu 1,5 Meter lang. Ein Biss ist im Gegensatz zur Kreuzotter
harmlos. Die Ringelnatter lässt sich von der Kreuzotter
vor allem durch die halbmondartige Zeichnung am Hinterkopf unterscheiden.
Die Pupillen ihrer Augen sind kreisrund.
Die Ringelnatter ist die häufigste Schlange in Mitteleuropa.
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Die Paarung
der Ringelnattern findet in der Regel im Frühjahr statt, sie kann
aber auch im Herbst geschehen. Dabei finden sich manchmal bis zu 50 Tiere
ein. Zahlreiche Männchen bewerben sich dann um die wenigen Weibchen.
Ringelnattern legen ihre Eier gerne auf
verottendes Pflanzenmaterial wie Komposthaufen oder Baumstümpfe, nachdem
das Weibchen eine Vertiefung gegraben hat. Es legt 30-50 Eier ab. In der
feuchten und warmen Umgebung entwickeln sich die Ringelnattern, und etwa
10 Wochen später schlüpfen sie aus. Obwohl sie nur so groß
wie ein Bleistift sind, machen sie sich sofort davon und gehen selbständig
auf Nahrungssuche.
Junge Ringelnattern bevorzugen junge Grasfrösche,
Kaulquappen und Molchlarven, ältere Tiere jagen auch Fische, erwachsene
Grasfrösche, Erdkröten und Molche, sowie Mäuse. Die
Beute wird verfolgt und lebend heruntergeschluckt. Die Schlangen können
sehr gut schwimmen und halten sich gerne an feuchten Orten wie Seen, Bäche
und Tümpel auf.
Ringelnatter
beim Schwimmen und Züngeln
Ringelnattern sind ständig in Gefahr:
Greifvögel, Reiher, Störche, Raben, Iltisse und selbst große
Raubfische wie Hecht oder Barsch stellen ihnen nach. Erkennt die Ringelnatter
die Bedrohung frühzeitig, zieht sie sich in ein Versteck zurück.
Gelingt die Flucht nicht, schaltet sie auf eine aggressive Verhaltensweise
um. Durch Einziehen und nachträglichem Auspressen von Luft kann sie
zischen. Bei einer direkten Bedrohung
vollführt sie mit dem Kopf einen symbolischen
Stoß. Dabei wird der Gegner absichtlich verfehlt, um ihn
zu beeindrucken. Den symbolischen Stoß führt die Ringelnatter
aus einer tellerartig zusammengerollten Stellung aus. Bei der Kobrastellung
richtet sich die Schlange mit einem Drittel ihrer Körperlänge
auf. Ein Biss erfolgt nur selten und nur im äußersten Notfall.
Wird sie trotzdem gefangen, sondert sie aus ihrer Analdrüse
ein übel riechendes Sekret aus. Eine andere Verteidigungsstrategie
ist das Totstellen. Dabei legt sich
die Natter schlaff hin und lässt die Zunge heraushängen. Manche
Tiere lassen dabei sogar Blut und Speichel aus dem Mund laufen. Sobald
der Fressfeind kein Interesse mehr zeigt, macht sich die Schlange blitzartig
aus dem Staub.
Weitere Informationen:
Ringelnatter
in der Primarstufenversion (mit Video)