Mediendatenbank Biologie
Die Ringelnatter
 (Natrix natrix), bis 160cm
auf der CD-ROM können die Bilder gezoomt werden
 
Bild vergrößern!
Bild vergrößern
 
Erwachsene Tiere der europäischen Ringelnatter werden bis zu 1,5 Meter lang. Ein Biss ist im Gegensatz zur Kreuzotter harmlos. Die Ringelnatter lässt sich von der Kreuzotter vor allem durch die halbmondartige Zeichnung am Hinterkopf unterscheiden. Die Pupillen ihrer Augen sind kreisrund. Die Ringelnatter ist die häufigste Schlange in Mitteleuropa.
 
Bild vergrößern!
Bild vergrößern

Die Paarung der Ringelnattern findet in der Regel im Frühjahr statt, sie kann aber auch im Herbst geschehen. Dabei finden sich manchmal bis zu 50 Tiere ein. Zahlreiche Männchen bewerben sich dann um die wenigen Weibchen.
 

Bild vergrößern!
Ringelnattern bei der Paarung
 
Ringelnattern legen ihre Eier gerne auf verottendes Pflanzenmaterial wie Komposthaufen oder Baumstümpfe, nachdem das Weibchen eine Vertiefung gegraben hat. Es legt 30-50 Eier ab. In der feuchten und warmen Umgebung entwickeln sich die Ringelnattern, und etwa 10 Wochen später schlüpfen sie aus. Obwohl sie nur so groß wie ein Bleistift sind, machen sie sich sofort davon und gehen selbständig auf Nahrungssuche.
 
Junge Ringelnattern bevorzugen junge Grasfrösche, Kaulquappen und Molchlarven, ältere Tiere jagen auch Fische, erwachsene Grasfrösche, Erdkröten und Molche, sowie Mäuse. Die Beute wird verfolgt und lebend heruntergeschluckt. Die Schlangen können sehr gut schwimmen und halten sich gerne an feuchten Orten wie Seen, Bäche und Tümpel auf.
 
Bild vergrößern!
Ringelnatter beim Schwimmen und Züngeln
 
Ringelnattern sind ständig in Gefahr: Greifvögel, Reiher, Störche, Raben, Iltisse und selbst große Raubfische wie Hecht oder Barsch stellen ihnen nach. Erkennt die Ringelnatter die Bedrohung frühzeitig, zieht sie sich in ein Versteck zurück. Gelingt die Flucht nicht, schaltet sie auf eine aggressive Verhaltensweise um. Durch Einziehen und nachträglichem Auspressen von Luft kann sie zischen. Bei einer direkten Bedrohung vollführt sie mit dem Kopf einen symbolischen Stoß. Dabei wird der Gegner absichtlich verfehlt, um ihn zu beeindrucken. Den symbolischen Stoß führt die Ringelnatter aus einer tellerartig zusammengerollten Stellung aus. Bei der Kobrastellung richtet sich die Schlange mit einem Drittel ihrer Körperlänge auf. Ein Biss erfolgt nur selten und nur im äußersten Notfall. Wird sie trotzdem gefangen, sondert sie aus ihrer Analdrüse ein übel riechendes Sekret aus. Eine andere Verteidigungsstrategie ist das Totstellen. Dabei legt sich die Natter schlaff hin und lässt die Zunge heraushängen. Manche Tiere lassen dabei sogar Blut und Speichel aus dem Mund laufen. Sobald der Fressfeind kein Interesse mehr zeigt, macht sich die Schlange blitzartig aus dem Staub.
 
 
Weitere Informationen:
Ringelnatter in der Primarstufenversion (mit Video)
 
 
Copyright: T. Seilnacht
www.digitalefolien.de