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Turmfalke
lat. Name: Falco tinnunculus englischer Name: Common Kestrel franz. Name: Faucon crécerelle Klasse: Vögel Ordnung: Falken Familie: Falken Größe: 32-39cm Flügelspannweite: 65-82cm Lebensraum: Feldgehölze, Ruinen, Türme |
| Die rötliche
Gefiederzeichnung des Turmfalken ist unverkennbar und kann nur mit dem
in Süd- und Osteuropa beheimateten Rötelfalken verwechselt werden.
Beim erwachsenen Turmfalken-Männchen ist der Kopf graublau, der Rücken
rotbraun gefärbt und mit wenigen Flecken gezeichnet (siehe Foto oben).
Am Bauch finden sich Längsreihen eines Tropfenmusters.
Beim Weibchen ist der obere Kopfteil ebenfalls rotbraun, die Körperunterseite ist stärker gefleckt als beim Männchen. Man erkennt das Weibchen aber am besten an der dunklen Querbänderung im Flügelbereich (siehe Foto). Typisch für den Turmfalken ist das "Rütteln", wenn er im Flug Beute anvisiert. Im Flug wird auch das dunkle Endband am Schwanz sichtbar. Turmfalken rufen laut "kikikiki" oder ein leises "zick" als Lockruf. Beim Brutplatz vernimmt man auch ein feines "wrieh-wrieh". Der Turmfalke ist nach dem Mäusebussard der zweithäufigste Greif Europas. Bei der Balz veranstalten die Paare Flugspiele und geben dabei Laute von sich. Turmfalken brüten auf Bäumen in alten Krähennestern, Felsspalten und hohen Gebäuden, sie benutzen kein Nistmaterial. In Felswänden bilden sie auch kleinere Brutkolonien. Das Brüten übernimmt das Weibchen, während das Männchen das Futter besorgt. Beim Jagen benötigen sie weite Flächen mit niedrigem Bewuchs, damit sie die Beute sehen können. Sie peilen ihre Beute durch Rütteln an oder jagen vom Ansitz aus. Ihre Nahrung besteht vorwiegend aus Mäusen, aber gelegentlich auch aus Insekten oder Kleinvögeln. Die mitteleuropäischen Turmfalken bleiben über den Winter in ihrem Brutgebiet. Die nördlichen und östlichen Populationen ziehen bis nach Südeuropa oder Afrika. |
| Copyright: T. Seilnacht |