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Wanderfalke
lat. Name: Falco peregrinus englischer Name: Peregrine Falcon französischer Name: Faucon pèlerin Klasse: Vögel Ordnung: Falken Familie: Falken Größe: 34-50cm Flügelspannweite: 0,8-1,2m Lebensraum: offenes Gelände, Felsen, Städte |
| Der Wanderfalke
ist ein relativ großer Falke. Vom Gerfalken
unterscheidet er sich durch seinen kürzeren Schwanz und durch die
typische Kopfzeichnung. Bei älteren Vögeln ist der Kopf bis fast
an den hellen Hals blaugrau gefärbt. Die Querstreifung an der Brust
unterscheidet den Wanderfalken eindeutig vom Baumfalken.
Bei Erregung rufen Wanderfalken ein scharfes "kozick", sie betteln mit
"gähg-gähg-gähg" oder rufen "grä-grä-grä",
wenn sie sich gestört fühlen.
Wanderfalken bevorzugen
offene Landschaften oder Gewässer mit großem Vogelbestand. Man
kann sie aber auch mitten in der Stadt antreffen. In Zürich brütet
beispielsweise ein Pärchen immer wieder auf einem alten Fabrikturm.
In der Wildnis brüten sie in steilen Felswänden oder in hohen
Steinbrüchen. Im baltischen Raum existieren auch baumbrütende
Populationen. Wanderfalken jagen ausschließlich andere Vögel
im Flug. Sie erkennen ihre Beute schon aus einem Kilometer Entfernung und
erreichen im Stoßflug Geschwindigkeiten von bis zu 290 Stundenkilometern.
Dadurch gehören sie zu den schnellsten fliegenden Vögeln (vgl.
Tierstatistik). Gejagt werden
hauptsächlich Haustauben, aber auch Stare, Drosseln, Watvögel
und Lachmöwen. Die Jungtiere erhalten lebende Vögel, die sie
dann zerrupfen. Dadurch lernen sie das selbständige Schlagen von anderen
Vögeln. Im Nest auf einer Felsnische sieht es nach einiger Zeit wie
in einem Horrorfilm aus, es ist mit Skeletten und Überresten anderer
Vögel übersäht. Wanderfalken können bis zu 20 Jahre
alt werden.
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| Copyright: T. Seilnacht |