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Fischadler
lat. Name: Pandion haliaetus englischer Name: Osprey französischer Name: Balbuzard fluviatile Klasse: Vögel Ordnung: Greifvögel Familie: Fischadler Größe: 55-58cm Flügelspannweite: 1,4-1,7m Lebensraum: Große Seen und Teiche |
| Der Fischadler lässt
sich an der weißen Unterseite und dem weißen Kopf mit dem dunklen
Augenstreif erkennen. Im Flug erscheint die Unterseite sehr hell mit einem
schwarzen Fleck am Handgelenk. Die Flügel sind lang und schmal
und meist etwas gewinkelt. Über Wasserflächen rüttelt der
Greif gelegentlich.
In Deutschland kommen
noch einige Brutpaare beispielsweise in Brandenburg und im Müritz-Nationalpark
in Mecklenburg-Vorpommern vor. In Federow kann man die auf Strommasten
brütenden Fischadler mit einer fest installierten Kamera beobachten.
In der Schweiz gelten die Fischadler als ausgestorben, dort kann man sie
nur noch auf dem Vogelzug beobachten, beispielsweise auf dem Gurnikel.
In Schweden findet man sie noch häufiger, vor allem an den großen
Seen. Im schottischen Hochland wurde der Fischadler erfolgreich wieder
eingebürgert. Fischadler leben nicht nur in Europa, sondern sie sind
weltweit verbreitet. So leben sie beispielsweise auch in Florida oder in
Australien.
Sie lassen sich gut beobachten, wenn sie Fische durch Stoßtauchen erbeuten und diese mit ihren Fängen abtransportieren. Beim Flug über das Wasser erkennen sie Fische auch unter der Wasseroberfläche, dann rütteln sie, um die Beute anzupeilen und schließlich lassen sie sich mit geschlossenen Flügeln hinabfallen. Bevor sie die Fische mit den Fängen greifen, heben sie ihre Schwingen. So erbeuten sie Fische bis zu einer Wassertiefe von einem Meter. Aufgrund des tiefen Eintauchens besteht die Gefahr, dass das Gefieder nass wird und der Vogel ertrinkt. Daher ist das Gefieder der Fischadler mit einem Ölfilm benetzt. Sie fangen Fische bis zu einem Gewicht von 300 Gramm, es sind aber auch schon Fänge von mehr als einem Kilogramm beobachtet worden. Ihre Horste bauen sie auf Baumkronen, manchmal auch auf Klippen, Felsen oder Strommasten. Beim Brüten und Füttern teilen sich beide Eltern die Arbeit. Beim Ausfliegen der Jungen lassen sich die Fischadler am besten beobachten, dies ist immer ein besonderes Spektakel. Allerdings werden Störenfriede sofort angegriffen, so dass man sich gut in Deckung halten muss. Die mitteleuropäischen Brutpaare überwintern meist am Mittelmeer. |
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