Der Gänsegeier ist an den weißen
Dunen am Kopf und seiner weißen Halskrause zu erkennen. Im Flug spreizt
der mächtige Vogel seine breiten Handschwingen, der Schwanz erscheint
aber relativ kurz. Beim Fliegen nutzt er thermische Aufwinde, nur selten
schlägt er mit seinen Flügeln.
Der Gänsegeier
nutzt beim Segelflug die Thermik
Gänsegeier sind in Südeuropa,
in Nordafrika und im Orient beheimatet. Sie brüten auf abgelegenen
Felsen oder auf den Klippen und bauen ein lockeres Nest aus Zweigen. Während
der Brutzeit bilden sie Kolonien von bis zu 20 Brutpaaren. Das Weibchen
legt nur ein einziges Ei. Der Jungvogel wird mit vorverdautem Aas gefüttert.
Zur Nahrungssuche segeln die Geier hoch über dem Boden und gleiten
schnell abwärts, sobald sie ein totes Tier entdeckt haben. Sie bervorzugen
die Reste von Schafen, Ziegen oder Rindern. Mit den langen Hälsen
kommen die Gänsegeier weit in das Aas hinein. Auf der Suche nach Aas
ziehen sie weit umher, so kommen die südeuropäischen Geier manchmal
bis in den Schweizer Jura. |