Lexikon der Greifvögel und Falken
 
Gänsegeier  
lat. Name: Gyps fulvus  
engl. Name: Eurasian Griffon Vulture 
französischer Name: Vautour fauve 
 
Klasse: Vögel 
Ordnung: Greifvögel 
Familie: Habichtverwandte 
 
Größe: 0,9-1,1m 
Flügelspannweite: 2,4-2,8m 
Lebensraum: Gebirge in Südeuropa
 
Der Gänsegeier ist an den weißen Dunen am Kopf und seiner weißen Halskrause zu erkennen. Im Flug spreizt der mächtige Vogel seine breiten Handschwingen, der Schwanz erscheint aber relativ kurz. Beim Fliegen nutzt er thermische Aufwinde, nur selten schlägt er mit seinen Flügeln. 
  
 
Der Gänsegeier nutzt beim Segelflug die Thermik
  
Gänsegeier sind in Südeuropa, in Nordafrika und im Orient beheimatet. Sie brüten auf abgelegenen Felsen oder auf den Klippen und bauen ein lockeres Nest aus Zweigen. Während der Brutzeit bilden sie Kolonien von bis zu 20 Brutpaaren. Das Weibchen legt nur ein einziges Ei. Der Jungvogel wird mit vorverdautem Aas gefüttert. Zur Nahrungssuche segeln die Geier hoch über dem Boden und gleiten schnell abwärts, sobald sie ein totes Tier entdeckt haben. Sie bervorzugen die Reste von Schafen, Ziegen oder Rindern. Mit den langen Hälsen kommen die Gänsegeier weit in das Aas hinein. Auf der Suche nach Aas ziehen sie weit umher, so kommen die südeuropäischen Geier manchmal bis in den Schweizer Jura. 
 
Copyright: T. Seilnacht