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Das Haushuhn
 
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Hahn und Henne
 
Oft sieht man auf dem Land noch freilaufende Hühner mit einem Hahn. An liebsten scharren die Hühner in einem geräumigen Auslauf nach Körner, Insekten und Würmern. Manchmal pudern sie ihr Federkleid mit Staub ein und befreien sich damit von Milben. Nachts begeben sie sich in den Hühnerstall auf ihre Sitzstangen. Die Hennen legen ihre Eier in Legenester aus Stroh. Innerhalb der Hühnerschar gilt eine feste Rang- und Hackordnung. Hennen mit hohem Rang und vor allem der Hahn dürfen immer zuerst fressen und benutzen die beste Sitzstange. Gelegentlich kommt es zu Rangkämpfen, wobei dann die Rangordnung neu festgelegt wird.
 
Leider leben viele Hühner (z.B. in Deutschland) nicht in ihrer normalen, artgerechten Haltung, sondern in Legebatterien, wo mehrere Hühner auf engstem Raum eingepfercht in Käfigen gehalten werden. Die meisten von ihnen haben nie Sonnenlicht gesehen und werden automatisch mit Futter und Wasser versorgt. Ihre Eier fallen auf den schräg gestellten Drahtboden unter ihnen und rollen in eine Sammelrinne. Während wild lebende Hühner nur wenige Eier im Jahr legen, erreicht man durch die intensive Hühnerzucht, dass die Haushühner bis zu 250 Eier im Jahr legen. Bei der Bodenhaltung werden die Hühner in einem Stall gehalten, wobei sie ebenfalls auf engstem Raum miteinander auskommen müssen. Der artgerechten Haltung entspricht nur die Freilandhaltung und die intensive Auslaufhaltung. Hierbei haben die Hühner einen uneingeschränkten Auslauf auf bewachsenen Flächen im Freien.
 
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Arbeitsblatt
Lösungen
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Das Hühnerei wird im Eierstock und im Eileiter der Henne gebildet. Im Eierstock befinden sich tausende von Eizellen, die innerhalb einer guten Woche zu Dotterkugeln heranreifen. Durch einen Schlitz in der Haut des Dottersacks gelangen die reifen Dotterkugeln über den Eileitertrichter in den Eileiter. Paart sich das Huhn mit einem Hahn, wird das reifende Ei hier befruchtet. Im Eiweißbildenden Teil wird das Eiklar gebildet. Im nachfolgenden Engpass (Eileiterenge) entsteht die innere und die äußere Schalenhaut. Im Eihalter bildet sich die harte Eischale. Zum Schluss verlässt das Ei, das noch mit einer schützenden Schleimschicht überzogen wird, über die Scheide das Huhn. Damit die Scheide nicht in Kontakt mit der kotführenden Kloake kommt, stülpt sie sich dabei nach außen. Die Entwicklung vom Dotter zum Ei dauert etwa 24 Stunden.
 
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Arbeitsblatt
Lösungen
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Ein Hühnerei lässt sich in den Dotter, das Eiklar und die Schale unterteilen. Der gelbe Dotter ist von einer Dotterhaut eingeschlossen, die den Dotter vom Eiklar trennt. Dotter und Eiklar enthalten Nährstoffe wie Eiweiß, Fett, Vitamine, Mineralstoffe, Cholesterin und Wasser für das Küken. Aus der Keimscheibe entwickelt sich bei einer Befruchtung der Embryo. Das Eiklar schützt den Dotter und wirkt bakterienhemmend. Zwischen Eiklar und Schale wird durch die innere und äußere Schalenhaut eine Luftkammer gebildet. Die Eischale ist luftdurchlässig und schützt den Inhalt des Eis. Das Oberhäutchen, das nach dem Trocknen der Schleimschicht entsteht, verhindert das Eindringen von Keimen wie Bakterien und Schimmelpilze. Beim Waschen von rohen Eiern wird das Oberhäutchen zerstört. Dadurch verliert das Ei seine Haltbarkeit als Lebensmittel!
 
Damit sich aus einem befruchteten Ei ein Küken entwickelt, muss die Henne das Ei bebrüten. Die Henne wendet das Ei immer wieder und sorgt für eine gleichbleibende Temperatur von 25°C. Die Hagelschnüre im Eiklar halten den Dotter immer so, dass der Embryo in aufrechter Lage bleibt. Nach drei Bruttagen entwickeln sich auf dem Dotter Blutgefäße, die den Embryo mit Nährstoffen versorgen. Die luftdurchlässige Kalkschale ermöglicht die Aufnahme von Sauerstoff. Nach drei Wochen durchstößt das voll entwickelte Küken mit seinem Eizahn die Schale von innen und schlüpft.
 
 
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