Im Frühjahr und im Sommer hört
man über den Feldern und Äckern oft ein lange anhaltendes Zwitschern.
Beim genauen Hinsehen lässt sich in einiger Höhe ein Vogel ausmachen,
der im Flug auf der Stelle verharrt oder zum Sinkflug ansetzt. Das Kunststück
des Stehenbleibens gelingt durch das schnelle Flügelschlagen, das
bis zu 12 Schläge pro Sekunde ausmachen kann. Auch der etwa zwei Minuten
dauernde, spiralförmige Abstieg aus über 50 Metern Höhe
wird von intensivem Gesang begleitet. Erst in Bodennähe verstummt
die Feldlerche. Am Boden ist sie aufgrund ihres braun gestreiften Gefieders
kaum zu erkennen. Feldlerchen besitzen wie die anderen Lerchen ein Häubchen
auf dem Kopf, das aber meistens eingezogen wird. Bei der größeren
Haubenlerche ist das Häubchen deutlicher
zu sehen.
Feldlerchen ernähren sich im Frühjahr
von der jungen Saat, im Sommer von Insekten, im Herbst von Getreide- und
Unkrautsamen und im Winter von Blättern und Samen. Die Jungen werden
in einem einfachen Bodennest in einer gepolsterten Mulde großgezogen.
Die Jungvögel verlassen das Nest bereits bevor sie fliegen können.
Feldlerchen können viermal im Jahr brüten. |