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Gimpel
(Dompfaff)
lat. Name: Pyrrhula pyrhulla englischer Name: Eurasian Bullfinch französischer Name: Bouvreuil pivoine Klasse: Vögel Ordnung: Sperlingsvögel Familie: Finken Größe: 14-16cm Lebensraum: Fichtenwälder, Parks |
| Das Männchen des Gimpels ist an der
leuchtend roten Unterseite zu erkennen. Wie das Männchen besitzt das
Weibchen eine schwarze Kopfkappe und einen breiten, weißen Flügelstreif.
Das Gefieder des Weibchens ist aber eher bräunlich gefärbt. Der
Lockruf des Gimpels, ein "piüh", kann leicht nachgeahmt werden. Der
Gesang ist eher unauffällig, er erinnert an das Quietschen eines rostigen
Schildes im Wind. Eine nordische Unterart des Gimpels, der sogenannte Trompetergimpel,
kann einen nasalen Trompetenlaut von sich geben. Dieser nordische Gimpel
ist etwas größer als der mitteleuropäische Gimpel. Der
Wüstengimpel ist ein naher Verwandter,
der in Spanien und auf den Kanarischen Inseln brütet. Gimpel sind
Standvögel und gelegentlich auch Teilzieher. Die im Volksmund verbreitete
Bezeichnung "Dompfaff" orientiert sich an dem Erscheinungsbild eines Domherrs
mit rotem Gewand und schwarzer Kappe.
Der Gimpel baut ein gut verstecktes Napfnest in dichten Büschen oder kleineren Nadelbäumen, zum Beispiel in Lärchenwäldern. Während der Brutzeit lebt der Vogel so heimlich und scheu, dass er nur sehr schwer beobachtet werden kann. Die Paarbindung ist bei den Gimpeln besonders stark ausgeprägt. Die Männchen umwerben die Weibchen nicht nur während der Brutzeit, sondern rund um das ganze Jahr. In einem Ritual bewegen sich die Paare aufeinander zu und kehren dann wieder um, wobei sie mit ihrem Schwanz hin- und herschlagen. Sie schnäbeln miteinander, das Männchen überreicht dem Weibchen mit dem Schnabel ein Stöckchen. Beide Geschlechter des heimischen Gimpels bilden zur Brutzeit Backentaschen aus, in denen Nahrung zum Nest transportiert werden kann. Der Schnabel des Gimpels ist kräftig und eignet sich zum Abbeißen von Knospen und zum Zerkauen von Samen verschiedener Hölzer. |
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