Der hell klingende Gesang des Girlitzes
klingt, wie wenn man einen Korken in einer Flasche dreht. Er wird von Bäumen
oder Strommasten aus vorgetragen. Brust, Kehle, Stirn, Überaugenstreif
und Bürzel sind gelb gefärbt, der Rücken ist etwas dunkler
gestreift, der kräftige Finken-Schnabel ist relativ klein gewachsen.
Die Weibchen sind nicht so stark zitronengelb gefärbt.
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Girlitz-Männchen
(links) und Girlitz-Weibchen (rechts)
Früher kamen Girlitze nur in den Mittelmeerländern
vor. Auf Mallorca findet man sie zeitweise fast auf jedem Baum (Foto oben).
In der Zwischenzeit haben sie sich bis nach Mitteleuropa und nach Russland
verbreitet. Im Frühjahr hört man den Girlitzgesang überall
in den südlicheren, deutschsprachigen Ländern. Girlitze lieben
Friedhöfe, Gärten und vor allem Strommasten und -leitungen, auf
denen sie sitzen können. Im Herbst fliegen die Girlitze wieder in
den Süden.
Girlitze bauen ein napfförmiges Nest
in Nadelbäume oder in die Kronen von Laubbäumen. Stengel,Wurzel
und Flechten werden kunstvoll verflochten und mit Federn ausgepolstert.
Um den Nestrand herum findet sich stets ein Kranz aus Kot. Im Frühjahr
suchen die Girlitze in Ulmen und Birken nach Knospen und Kätzchen,
später fressen sie auch Samen von Pflanzen in Bodennähe, beispielsweise
vom Hirtentäschel oder der Brennnessel. |