Die Mönchsgrasmücke ist durch
ihre schwarze Kopfplatte, die den oberen Augenrand abgrenzt, gekennzeichnet.
Diese Zeichnung - in Anlehnung an die Kopfbedeckung der Mönche - hat
dem Singvogel den Namen gegeben. Die Kopfplatte des Weibchens ist eher
bräunlich-rot gefärbt. Besonders eindrücklich ist der Gesang
des Männchens: Manche singen stundenlang, nach einem längeren
Zwitschern (ca. 10-20 Sekunden) kommt pro Strophe am Schluss ein lautes
Signal ("di-dü di-dü di-dü").
Mönchsgrasmücken sitzen gerne
im bodennahen Gebüsch oder in Zweigen von Bäumen, wo sie auch
brüten. Das Nest ist klein und napfförmig. Zur Brutzeit ernähren
sie sich von Insekten, im Herbst und Winter auch von Beeren. Der Efeu stellt
die wichtigste Nahrungsquelle dar.
Mönchsgrasmücken sind ausgiebige
Zugvögel. Die Vögel aus Nordeuropa fliegen bis in die Sahara
und legen dabei mehr als 6000 Kilometer zurück. Eine Kuriosität
stellen Populationen aus Mitteleuropa dar, die im Winter statt in den Süden
nordwestwärts nach Großbritannien oder in die Niederlande ziehen. |