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Rohrschwirl
lat. Name: Locustella luscinioides englischer Name: Savi's Warbler französischer Name: Locustelle luscinioide Klasse: Vögel Ordnung: Sperlingsvögel Familie: Grassänger Größe: bis 16cm Lebensraum: Schilfbestände |
| Der Rohrschwirl ist im Schilf von weitem
an seinem lange und ohne Unterbrechung andauernden Schwirren zu hören.
Gelingt der seltene Blick auf ein singendes Männchen, dann sitzt es
hoch auf den Schilfhalmen, manchmal mit gegrätschten Beinen. Im Vergleich
zu einem Teichrohrsänger ist der Rohrschwirl
viel kräftiger gebaut; wenn er beim Singen aufrecht sitzt, wirkt er
langgezogen. Auch bei Gefahr kann sich der Rohrschwirl lang strecken, dann
sieht er aus wie ein Schilfhalm mit Blatt. Bei Störungen ruft er ein
kurzes "Zik". Der Schwanz des Rohrschwirls ist breit und abgerundet. Schwieriger
wird die äußerliche Unterscheidung von anderen Schwirlen. Der
ähnliche Schlagschwirl singt gar nicht im Schilf, während der
eher gestreifte Feldschwirl auch gerne auf
Gebüschen singt. Der Gesang des Feldschwirls ist höher, und seine
Strophe dauert länger.
Rohrschwirle bauen ihr Nest dicht im Schilf knapp über dem Wasser. Es ist ein kegelfömiges, teilweise überdachtes Nest aus Schilfhalmen und -blättern. Das Weibchen legt drei bis fünf Eier und bebrütet die Eier selbst. Bei der Nahrungsversorgung hilft das Männchen mit. Rohrschwirle suchen nach Insekten, Larven und Spinnen in Bodennähe, stets gut getarnt durch den dichten Schilfbewuchs. Im Winter ziehen die Rohrschwirle bis südlich der Sahara. |
| Copyright: T. Seilnacht |