|
|
Samtkopfgrasmücke
lat. Name: Sylvia melanocephala englischer Name: Sardinian Warbler franz. Name: Fauvette mélanocéphale Klasse: Vögel Ordnung: Sperlingsvögel Familie: Grasmücken Größe: bis 14cm Lebensraum: Gebüsch in Mittelmeerländern |
| Unverkennbar ist der schwarze Kopf des
Männchens mit dem leuchtend roten Lidring um die Augen. Dadurch unterscheidet
sie sich deutlich von der Mönchsgrasmücke,
die auch völlig anders singt und einen anderen Lebensraum besiedelt.
Die Kehle der Samtkopfgrasmücke erscheint grau oder weißlich,
der helle Bauch ist deutlich vom dunklen Rücken abgegrenzt. Das Weibchen
ist weniger kontrastreich gefärbt, es hat aber ebenfalls einen roten
Ring um die Augen. Das Männchen gibt beim Gesang knarrende oder knirschende
Laute von sich, dazwischen kommen auch pfeifende oder ratternde Töne
vor. Der Warnruf besteht aus stotternden Lauten wie "tr-tr-tr-tr-tr" oder
"ti-tirrü-ti-tirüü".
Diesen kleinen Vogel hört man auf den Baleareninseln oder auf den Kanaren oft, wenn er in einem kleinen Gebüsch von Gärten oder Obstplabtagen seine Laute von sich gibt. Das Männchen sitzt zum Singen und zum Verteidigen des Reviers auf eine Warte. Das napfförmige Nest befindet sich gut versteckt im niedrigen Gebüsch. Es ist stabil aus Zweigen und Halmen gebaut. Das Weibchen legt drei bis fünf Eier nacheinander an verschiedenen Tagen. Nach 2 Wochen Brutzeit schlüpfen die Jungen, diese verlassen nach etwa 10 Tagen das Nest. Sie sind unscheinbar gefärbt und dadurch hervorragend getarnt. Samtkopfgrasmücken fressen kleine Insekten, im Herbst auch Beeren. Die meisten Individuen sind Standvögel, nur einige wenige ziehen im Winter bis Nordafrika. |
| Copyright: T. Seilnacht |