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Bekassine
Lateinisch: Gallinago gallinago 
Englisch: Snipe 
Französisch: Bécassine des marais 
  
Klasse: Vögel 
Ordnung: Wat-, Alken- und Möwenvögel 
Familie: Schnepfenverwandte

Größe: bis 27 cm
Lebensraum: Feuchtwiesen, Moore, Sümpfe
Die Bekassine hat einen relativ langen und geraden Schnabel, der mindestens zweimal so lange ist wie der Kopf. Bei der ähnlichen Doppelschnepfe ist der Schnabel im Verhältnis etwas kürzer und dicker. Auffällig sind auch die dunklen Streifen am Kopf. Das tarnfarbene Gefieder am Körper ist eher unauffällig. Im Vergleich zu anderen Watvögeln sind die Beine kurz gebaut. Die Bekassine ruft mit dem typischen "Kätsch".
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Bekassinen bei der Balz
Bekassinen nutzen ihren langen Schnabel zum Stochern im feuchten Boden oder im Schlamm. An der Spitze ist der Schnabel mit Bewegungssensoren ausgestattet, so erfühlen sie geringste Bewegungen im Schlamm. Als weitere Besonderheit können diese Watvögel ihre Schnabelspitze leicht öffnen, ohne den ganzen Schnabel aufzumachen. Dies ermöglicht eine Nahrungsaufnahme im Schlamm selbst bei eingetauchtem Schnabel. Mit der langen Zunge ziehen sie dann das erbeutete Tier in den Schlund. So kommen die Vögel mit Leichtigkeit an Krebse, Schnecken, Würmer und Insektenlarven. Zur Brutzeit vollführen die Männchen einen Schauflug. Sie spreizen dabei ihre Schwanzfedern, diese werden beim Fliegen in Schwingungen versetzt und erzeugen dadurch ein brummendes Geräusch. Damit verteidigen die Männchen ihr Revier und locken die Weibchen an. Während der Balz spreizen die Männchen die Schwanzfedern auch wenn sie am Boden umherstolzieren, so laufen ihnen die Weibchen nach. Die Paare bauen ihre Nester gut versteckt in dichter Vegetation. Die jungen Küken müssen nach dem Schlüpfen noch längere Zeit von den Eltern mit Nahrung versorgt werden. Außerhalb der Brutzeit ziehen die Bekassinen an Seen, auf Wiesen und Felder oder an kleine Tümpel und Weiher.
Copyright: Thomas Seilnacht