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Haubentaucher
lat. Name: Podiceps cristatus englischer Name: Great Crested Grebe französischer Name: Grèbe huppé Klasse: Vögel Ordnung: Lappentaucher Familie: Lappentaucher Größe: bis 50cm Lebensraum: Seen mit Schilf |
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| Der Haubentaucher ist größer
als der Rothalstaucher oder der Schwarzhalstaucher.
Die schlanke Gestalt, die schwarze "Haube" und der lange, rosarote Schnabel
kennzeichnen diesen gewandten Lappentaucher. Männchen und Weibchen
sind äußerlich kaum voneinander zu unterscheiden. Haubentaucher
lassen eine trompetenartiges "arrr" ertönen. Bei der Balz rufen sie
auch "gröck" oder "keckeck".
Aufgrund ihrer körperlichen Ausstattung sind Haubentaucher exzellente Fischjäger. Sie jagen kleine Stichlinge, aber auch Aale von bis zu 20cm Länge. Auf dem Speiseplan stehen auch Kaulquappen, Frösche und Wasserinsekten. 300 bis 500 Tauchgänge unternehmen sie pro Tag auf der Suche nach Nahrung. Zum Brüten benötigen sie einen Schilfgürtel. Während der Balz schwimmen Männchen und Weibchen in einer Art Tanz umeinander herum. Dabei bewegen sie ihren Kopf und Hals in rhythmischen Bewegungen hin und her und plustern ihre Kopfhaare auf. Dazwischen putzen sie ihr Gefieder oder sie tauchen nach Wasserpflanzen und schwimmen dann schnell aufeinander zu, um sich Brust an Brust im Wasser aufzurichten. Das Putzen und diese sogenannte "Wasserkräuter-Zeremonie" gehören ebenfalls zum Balzritual. Männchen und Weibchen bauen gemeinsam ein Schwimmnest aus nassen Wasserpflanzen, das am Schilf verankert wird. Das Weibchen legt 3-6 Eier, die beim Verlassen des Nestes zur Tarnung abgedeckt werden. Nach dem Schlüpfen können die Jungen sofort schwimmen. Sie sehen mit ihrem schwarz-weiß gestreiften Gefieder aus wie "Sträflinge". Da ihr Gefieder noch nicht so gut isolierend wirkt, dürfen sie während dem Schwimmen auf dem Rücken und unter dem Gefieder ihrer Eltern sitzen. Das andere Elternteil sucht dann nach Futter und füttert die Jungen (siehe >Film). Die Aufzucht kann das ganze Frühjahr und den Sommer in Anspruch nehmen. Haubentaucher überwintern an Seen und Flüssen, die nicht vollständig zufrieren. Manchmal findet man sie im Winter auch an der Meeresküste. |
| Copyright: T. Seilnacht |