Kormoranvögel
 
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Kormoran 
  
lat. Name: Phalacrocorax carbo 
englischer Name: Cormorant 
französischer Name: Grand Cormoran 
 
Klasse: Vögel 
Ordnung: Kormoranvögel 
Familie: Kormorane 
Größe: bis 100cm 
 
Lebensraum: Meeresküste, Gewässer
 
 
Der Kormoran ist im Gegensatz zur Krähenscharbe nicht ganz schwarz, im Prachtkleid trägt er ein weißes Halsgefieder, das Männchen auch einen weißen Brustfleck. Junge Kormorane haben ein bräunliches Gefieder und sind auf der Unterseite hell oder gescheckt gezeichnet.  
  
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Kormorane im Februar bei der Balz (oben links), Nest auf Baum (oben rechts)
Kormoran mit ausgebreiteten Flügeln (unten links), junge Kormorane (unten rechts)
  
Kormorane kommen in zwei Unterarten vor. Die eine Art brütet an Binnengewässern auf Bäumen, die andere auf den Klippen der Meere. Man findet sie in Europa, Nordamerika, Afrika, Asien und Australien. Kormorane jagen im Tauchgang nach Fischen. Mit Hilfe des am Ende hakenförmig nach unten gebogenen Schnabels ergreifen sie ihre Beute. Plattfische fressen sie besonders gerne, aber selbst Hechte und Aale sind vor ihnen nicht sicher. Im Gegensatz zu anderen Wasservögeln ist ihr Gefieder nicht so gut wasserabweisend, daher sieht man sie zum Trocknen öfters mit ausgebreiteten Flügeln sitzen (Vorteile siehe >Krähenscharbe).  
  
Zu Beginn der Brutzeit besetzt ein Männchen einen Brutplatz und vertreibt alle anderen Konkurrenten. Mit einem Flügelflattern umwirbt es das Weibchen, beim Anheben der Flügel präsentiert es seinen weißen Brustfleck. Das Nest aus Zweigen und dickeren Ästen wird auf Bäumen oder auf einem Felsvorsprung gut verankert. In unmittelbarer Nähe brüten meist mehrere Kormoranfamilien. Das Weibchen legt 3-4 hellblaue Eier mit einem kreideartigen Überzug. Die jungen Kormorane sind Nesthocker, sie werden nackt geboren und legen ihr Dunengefieder erst nach einigen Tagen an. Sie werden von beiden Eltern gefüttert und müssen dabei ihren Kopf in den Schnabel ihrer Eltern stecken. Die Jungen können erst nach 6-7 Wochen fliegen und es braucht dann noch 3 weitere Wochen, bis sie selbständig nach Nahrung suchen können.
 
Copyright: T. Seilnacht