| Von den echten Gänsen ist die Rothalsgans
die kleinste. Die abwechslungsreiche Färbung zwischen Schwarz, Weiß
und Kastanienbraun machen sie unverwechselbar. Männchen und Weibchen
gleichen sich äußerlich sehr.
Die weltweit größte Population
an Rothalsgänsen findet man in Zentralsibirien auf der Taymyr-Halbinsel.
Im Winter kommen sie aber bis nach Europa in die Steppen- und Ackergebiete
am Schwarzen Meer. Rothalsgänse fressen gerne Gras und Queller, gelegentlich
auch Weizen und Mais. In der Brutzeit zeigen sie eine Besonderheit: Sie
brüten gerne in die Nähe von Falken- oder Rauhfußbussardnestern,
manchmal sogar nur in einem Abstand von 5 Metern. Dadurch genießen
sie einen sicheren Schutz vor anderen Fressfeinden wie vor dem Polarfuchs.
Außerdem jagen die Falken nie in unmittelbarer Nähe ihrer Brutstätte.
Die Raubvögel akzeptieren diese Nähe wohl vor allem auch deshalb,
da die Gänse sehr wachsam sind und früh Alarm schlagen.
Somit sind auch die jungen Falken und Bussarde vor Räubern geschützt. |