Eisbär
Ursus maritimus Phipps
200 bis 250 cm, Männchen 300 bis 600 kg
Familie Bären  Ursidae

Klasse, Ordnung

Säuger, Raubtiere.

Englisch: Polar bear.
Französisch: Ours polaire.

Lebensraum
Arktisches Meereis, Treibeis- und Packeisbereiche, Küsten der Arktis.

Nahrung
Hauptsächlich Ringel- und Bartrobben, auch Wal- und Robbenkadaver, Fische, Seevögel und deren Eier; selten Beeren und Gräser.

EisbärLupeEisbär mit hellem Fell und schwarzer Nase.
Eisbär FrontalansichtLupeKopf von der Seite.
Merkmale
Lebensweise
Nahrungserwerb
Gefahren
Grafik
Infokarte
Beschreibung
Merkmale

Der Eisbär ist das größte Landraubtier der Arktis. Er hat einen langen, schmalen Kopf mit einer kleinen Ohrmuschel und einem relativ langen Hals. Das wasserabweisende Fell erscheint weiß bis leicht gelblich, es besteht aus hohlen, lichtstreuenden Deckhaaren und einer dichten Unterwolle. Die Haut darunter ist schwarz, wodurch der Eisbär aus der Sonneneinstrahlung Wärme absorbieren kann. Die bis zu zehn Zentimeter dicke Fettschicht in der Unterhaut stellt eine gute Isolierung dar, sie speichert auch Energie. Die großen Pfoten sind mit groben Krallen versehen, die Vorderpfote kann mehr als zwanzig Zentimeter breit werden. Die Sohlen sind mit einem dichten Haarfilz und mit Papillen als Rutschschutz für das glatte Eis versehen. Das Männchen ist deutlich größer und massiger als das Weibchen. Der Geruchssinn ist stark ausgeprägt, ein Eisbär kann sein Beute über mehrere Kilometer Entfernung wittern; auch die Augen sind gut an das arktische Licht angepasst. Mit Hilfe des stromlinienförmigen Körpers kann ein Eisbär hervorragend schwimmen, die abschließbaren Nasenöffnungen unterstützen die Fortbewegung im Wasser.

Eine Eisbärenspur kann man an dem riesigen, fünffingerigen Trittsiegel mit den deutlichen Krallenabdrücken erkennen. Die Vorderpfote ist breiter. Außerdem ist im Schnee oft eine Schlurfspur erkennbar.

 
Lebensweise

Das Vorkommen umfasst die gesamte Arktis, von Alaska, Kanada über Grönland, Spitzbergen bis Nordrussland. In eisfreien Zeiten findet man ihn vermehrt an Küsten und auf Inseln.
Eisbären leben überwiegend als Einzelgänger, sie streifen weit umher und wandern mit dem Eis. Die Muttertiere bilden mit ihren Jungen kleine Familienverbände. Das Austragen der Jungen und auch die Geburt finden in geschützten Schneehöhlen auf dem Land statt. Die Paarungszeit beginnt im arktischen Frühsommer, nach einer Keimruhe und einer zweimonatigen Trächtigkeit werden die Jungen im Winter geboren. Sie sind am Anfang sehr klein und wiegen nur 600 Gramm. Die Mutter säugt sie bis ins Frühjahr, der Familienverband löst sich erst nach zwei bis drei Jahren auf.


Nahrungserwerb

Das Raubtier ist auf die Jagd an Atemlöchern und Rissen im Eis spezialisiert. Dort hält der Lauerjäger Ausschau nach Robben. Er benötigt vor allem deren Speck als fettreiche Energiequelle. Er frisst auch Wal- oder Robbenkadaver oder plündert Vogelnester, gelegentlich nimmt er Fische oder Beeren zu sich. In Siedlungsnähe kann es zu Konflikten kommen, wenn er auf der Suche nach Abfällen angelockt wird.


Feinde und Gefahren

Der Eisbär hat praktisch keine natürlichen Feinde, höchstens im Streit mit anderen Artgenossen kann es zu Auseinandersetzungen kommen. Der Klimawandel stellt die größte Gefahr für die Eisbärenpopulationen dar. Durch die Erwärmung und dem damit verbundenen Rückgang des Meereises verkürzt sich die Jagdsaison. Auch Meeresverschmutzungen mit Öl und Chemikalien sowie Störungen durch den Schiffsverkehr stellen ein Problem für den Fortbestand dieses faszinierenden Säugetieres dar.


Fotos und Zeichnungen

Bild vergrößern! ZoomEisbärin mit jungem Eisbär auf einem Felsen (KI-Foto).
Bild vergrößern! ZoomJunger Eisbär auf einem Felsen am Meer (KI-Foto).
Bild vergrößern! ZoomEisbär: Farbzeichnung mit weißem Hintergrund.
Bild vergrößern! ZoomSchwarzweißzeichnung mit weißem Hintergrund.
© Thomas Seilnacht / Handbuch / Lizenz / Impressum / KI-Erklärung / Datenschutz / Literaturquellen