Merkmale
Der Atlantische Lachs ist ein silbrig glänzender Wanderfisch mit stromlinienförmigem Körper. Er besitzt einen kleinen Kopf, eine eingekerbte Schwanzflosse und zahlreiche schwarze Flecken oberhalb der Seitenlinie. Zur Laichzeit verfärben sich die Männchen grünlich bis rötlich und entwickeln einen Haken am Unterkiefer, der als Laichhaken bezeichnet wird. Die jungen Lachse, die noch im Süßwasser leben, haben oft blaue Flecken und rötliche Punkte an der Seitenlinie.
Lebensweise
Der Atlantische Lachs laicht in den kiesreichen Oberläufen von klaren Flüssen. Das Weibchen gräbt mit der Schwanzflosse eine Laichgrube, in die es die Eier ablegt. Diese werden danach vom Männchen befruchtet. Ein Gelege kann mehrere tausend Eier umfassen. Nach dem Schlüpfen leben die Jungfische als Parrs zwei bis drei Jahre im Fluss, bevor sie als Smolts ins Meer abwandern. Dort verbringen sie meist mehrere Jahre, ehe sie zur Fortpflanzung in ihren Heimatfluss zurückkehren.
Nahrung
Im Meer ernähren sich die Lachse von Fischen wie Heringen und Garnelen, sowie von Tintenfischen oder von Flohkrebsen. Jungfische im Süßwasser fressen gerne Insektenlarven wie Köcherfliegen-, Steinfliegen- oder Eintagsfliegenlarven, sowie Würmer und Kleinkrebse.
Gefährdung
Natürliche Feinde sind größere Raubfische, Seehunde und Vögel wie Kormorane. Gefahren für die Lachse bestehen auch durch das Einleiten von Industrieabwässern, durch Überfischung, Parasitenbefall wie Lachsläuse und Klimaveränderungen. Auch die Begradigung der Flüsse und der Bau von Stauwehren führten zu einem Rückgang der Lachse. Schutzprogramme mit künstlicher Aufzucht und Wiederansiedlungen ermöglichten in einigen Regionen eine Erholung der Bestände. Fischtreppen und Fischlifte erleichtern das Überwinden von künstlichen Hindernissen wie Staustufen oder Stauwehre. Allerdings ist der Lachs zum Beispiel im Oberrhein – trotz entsprechender Maßnahmen – immer noch selten anzutreffen. Früher schwammen die Lachse zum Laichen bis zum Rheinfall bei Schaffhausen.
Fotos und Grafiken

