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Dünnschnabelmöwe
Lateinisch: Chroicocephalus genei
Englisch: Slender-billed Gull
Französisch: Goéland railleur

Klasse: Vögel
Ordnung: Regenpfeiferartige
Familie: Möwenverwandte

Größe:
bis 40 cm
Lebensraum: Sandbänke, Salinen, Seen
Die schlank wirkende Dünnschnabelmöwe besitzt einen langen, dünnen und leicht abwärts gebogenen Schnabel. Beim erwachsenen Vogel ist er wie die Beine rot bis dunkelrot. Bei den Jungtieren erscheint beides gelb oder orange. Der Hals ist relativ lang und der Kopf wirkt gestreckt. Im Prachtkleid ist der Kopf reinweiß, manchmal zeigen Brust und Bauch einen zarten Rosaschimmer. Im Schlichtkleid wirkt das Gefieder grauer und der Kopf hat feine dunkle Sprenkel. Die Stimme besteht aus hellen, miauenden und keckernden Rufen, die in Kolonien oft zu hören sind.

Die Art brütet in Kolonien auf Sandbänken am Mittelmeer im Südwesten Spaniens, in der Türkei oder am Schwarzen Meer. Das Nest ist eine flache Bodenmulde, die mit Halmen, Wurzeln und Treibgut ausgelegt wird. Das Gelege umfasst zwei bis drei gefleckte Eier, die von beiden Altvögeln bebrütet werden. Die Küken sind Nestflüchter und werden von beiden Eltern geführt und gefüttert.

Die Dünnschnabelmöwe ernährt sich von Kleinfischen, Insekten, Krebstieren und Würmern. Sie pickt die Nahrung beim Waten im Schlick auf, oder sie schnappt im Flug knapp über der Wasseroberfläche nach fliegenden Insekten. Sie sucht auch nach menschlichen Abfällen. Der Verlust der Flachwasserzonen durch Baumaßnahmen, starke Wasserstandsschwankungen und Störungen beim Brüten stellen für die Art ein Problem dar.

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