Diese Ralle ähnelt dem
Blässhuhn, unterscheidet sich aber von diesem durch zwei auffällige rote Höcker über der Blesse. Das Gefieder ist schwarz, der Schnabel und die Blesse sind weiß. Im Prachtkleid wirken die roten Höcker besonders markant. Der Ruf ist ein lautes, scharfes „Kik“ oder „Kräk“, das oft wiederholt wird.
Das Kammblässhuhn brütet an vegetationsreichen Ufern von Seen und Teichen, vor allem im Mittelmeerraum, in Nordwestafrika und seltener auf der iberischen Halbinsel. Es baut schwimmende Nester aus Pflanzenteilen, die gut versteckt im Schilf liegen. Die Gelege umfassen meist sechs bis neun Eier. Beide Eltern beteiligen sich am Brüten und an der Aufzucht. Die Jungen sind Nestflüchter und schwimmen kurz nach dem Schlüpfen bereits selbständig.
Die Nahrung besteht aus Wasserpflanzen, Samen, Insekten, Schnecken und kleinen Wirbellosen. Das Kammblässhuhn taucht nach Wasserpflanzen und sucht auch an Land nach Nahrung.
Zu den natürlichen Feinden zählen Greifvögel, Reiher und Raubsäuger, die die Eier und Jungvögel erbeuten. Bedrohungen entstehen durch Lebensraumverlust, Trockenlegung von Feuchtgebieten, Gewässerverschmutzung und Jagd. Die Art ist in Europa selten und lokal begrenzt, sie wird aber in Schutzgebieten überwacht.