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Polarmöwe
Lateinisch: Larus glaucoides
Englisch: Iceland Gull
Französisch: Goéland arctique

Klasse: Vögel
Ordnung: Regenpfeiferartige
Familie: Möwenverwandte

Größe:
bis 64 cm
Lebensraum: Arktische Küsten, Felsinseln, Meer.
Die Polarmöwe ist eine große Möwe mit sehr hellem Gefieder und ohne dunkle Handschwingen. Der Schnabel erscheint im Prachtkleid gelblich bis hornfarben und ist mit einem roten Fleck versehen. Die Iris ist gelblich, das Auge ist von einem dünnen roten Ring umgeben. Die Jungvögel sind gleichmäßig sandfarben bis graubraun gefärbt und zeigen eine feine Sprenkelung. Die Rufe bestehen aus rauen, möwentypischen Lauten wie bei der Silbermöwe. Sie sind in den Kolonien oft als vielstimmiges Rufen zu hören.

Die Art brütet an arktischen Küsten in lockeren Kolonien oder kleinen Gruppen. Sie kommt in Grönland vor sowie im nordöstlichen Teil Kanadas. Das Nest liegt am Boden auf dem Fels und wird mit Moosen oder Flechten ausgepolstert. Das Gelege besteht meist aus zwei bis drei olivbraunen bis graubraunen Eiern, die zur Tarnung mit dunklen Flecken versehen sind. Beide Altvögel brüten und versorgen die Küken gemeinsam. Die Brutdauer beträgt etwas mehr als drei Wochen und die Jungvögel werden zunächst am Nest bewacht und dann zum nahe gelegenen Ufer geführt.

Die Polarmöwe ernährt sich von Fischen, Ringelwürmer, Krebstieren und Weichtieren sowie von Aas und Abfällen an Küstenstandorten. Sie sammelt Nahrung an Eiskanten, durchsucht Spülstreifen und folgt gerne den Fischkuttern. Im Winter nutzt sie Nahrungsquellen in den Häfen und an den Müllplätzen. Natürliche Feinde sind große Raubmöwen und Polarfüchse, die auf die Eier und die Jungvögel aus sind. Der Klimawandel, Umweltgifte und Ölverschmutzungen bedrohen die Lebensräume der Polarmöwe, die Kolonien reagieren auch empfindlich auf Störungen an den Brutplätzen.

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