Rosenseeschwalbe
Lateinisch: Sterna dougallii
Englisch: Roseate Tern
Französisch: Sterne de Dougall
Klasse: Vögel
Ordnung: Regenpfeiferartige
Familie: Möwenverwandte
Größe: bis 36 cm
Lebensraum: Küsten und Inseln, Sandstrände
Die Rosenseeschwalbe ist eine elegante, zierliche Seeschwalbe mit langem Schwanz und spitzen Flügeln. Die Beine sind rot. Im Prachtkleid während der Brutzeit ist das Gefieder weiß, die Oberseite leicht grau, der Schnabel schwarz mit rötlicher Basis. Der namensgebende rosafarbene Schimmer auf der Brust ist nur zu Beginn der Brutzeit bei gutem Licht erkennbar. Die Rufe klingen wie ein zweisilbiges „Tschri-wri“ oder ein fast krächzendes „Krräk“.
Die Rosenseeschwalbe brütet in Kolonien auf einigen Inseln im Atlantik. In Europa liegen Brutgebiete unter anderem auf den Rockabill-Inseln in Irland, in Großbritannien oder auf den Azoren. Das Nest ist eine einfache Mulde im Sand oder zwischen Vegetation. Das Gelege besteht aus einem oder zwei Eiern. Beide Eltern beteiligen sich an der Brut und an der Fütterung der Jungen, die nach wenigen Wochen flügge werden.
Die Nahrung besteht hauptsächlich aus kleinen Fischen, die im Sturzflug erbeutet werden. Gelegentlich werden auch Krebstiere gefangen. Die Rosenseeschwalbe jagt meistens in Küstennähe, oft gemeinsam mit anderen Seeschwalbenarten.
Natürliche Feinde sind größere Möwen, Ratten und andere Nesträuber. Bedrohungen entstehen durch Störungen am Brutplatz, Lebensraumverlust, Eierraub und Klimaveränderungen. Früher jagte man diese Seeschwalbenart aufgrund ihrer Federn, mit denen Hüte geschmückt wurden. Schutzprogramme haben lokal zu einer Bestandserholung beigetragen, doch die Art gilt weiterhin als gefährdet.