Spatelraubmöwe
Lateinisch: Stercorarius pomarinus
Englisch: Pomarine Skua
Französisch: Labbe pomarin
Klasse: Vögel
Ordnung: Regenpfeiferartige
Familie: Raubmöwenverwandte
Größe: bis 50 cm
Lebensraum: Tundra, offenes Meer
Bei dieser Raubmöwe sind die langen, spatelförmigen Steuerfedern im Prachtkleid auffällig. Das Gefieder zeigt eine große Farbvielfalt von hell bis dunkel. Der Kopf kann weißlich bis braun sein, die Unterseite ist heller. Die Stimme besteht aus rauen, krächzenden Lauten. Die Art ist ein ausdauernder Flieger, der andere Seevögel oft in der Luft verfolgt, um ihnen die Beute abzujagen.
Die Brutgebiete liegen in der arktischen Tundra Russlands, Skandinaviens und Nordamerikas. Das Nest ist eine einfache Bodenmulde. Das Gelege besteht aus zwei Eiern. Beide Eltern beteiligen sich an der Brut und an der Aufzucht der Jungen. Außerhalb der Brutzeit sind Spatelraubmöwen auf der Hochsee unterwegs.
Die Spatelraubmöwe ernährt sich von Fischen, Kleinsäugern, Vögeln und Aas. Typisch ist das Verfolgen anderer Seevögel, denen sie die Beute entreißt. Sie erbeutet aber auch selbst Kleintiere am Boden oder an der Wasseroberfläche.
Natürliche Feinde hat sie kaum, gelegentlich werden die Eier oder die Küken von Füchsen oder Großmöwen gefressen. Die Raubmöwe kann ihr Nest aber relativ gut verteidigen. Bedrohlich sind Klimaveränderungen, die die arktischen Brutgebiete verändern.