Das Männchen der Weißkopfruderente hat im Prachtkleid einen weißen Kopf mit einer schmalen, schwarzen Kopfkappe sowie einen himmelblauen, breiten Schnabel. Die Kopfkappe der
Schwarzkopfruderente ist größer, sie geht bis über die Augen, außerdem erscheint der Körper kupferrot. Die weibliche Weißkopfruderente ist bräunlich gefärbt und zeigt einen dunklen Augenstreif. Die Weibchen der beiden Arten sind sich sehr ähnlich. Der Schwanz kann steil aufgerichtet werden und dient als Signal- und Balzinstrument.
Weißkopfruderenten gelten als ziemlich schweigsam, manchmal kann man ratternde Laute vernehmen.
Die Art nistet gut versteckt in der dichten Ufer- und Schwimmblattvegetation. Dicht über dem Wasser wird eine Plattform aus Schilfmaterial gebaut. Ein Gelege umfasst fünf bis zehn cremefarbene Eier. Die Brut obliegt vornehmlich dem Weibchen, während das Männchen das Territorium verteidigt. Die Jungen suchen direkt nach dem Schlüpfen schon nach Nahrung. Die Weißkopfruderente ernährt sich überwiegend von Wasserpflanzen und deren Samen, die Jungtiere fressen auch kleine wirbellose Tiere. Eine Ruderente sucht ihre Nahrung tauchend oder sie weidet die Wasserpflanzen ab.
Die vereinzelten Bestände in Spanien sind stark zurückgegangen, in Ungarn sind sie weitgehend erloschen, die meisten Ruderenten leben in Kasachstan und Russland. Der Verlust des Lebensraumes, die Jagd und die damit verbundene Bleibelastung sind problematisch. Auch durch die Verpaarung mit der aus Nordamerika eingebürgerten
Schwarzkopfruderente wird die einheimische Art zurückgedrängt.