| Gelber
Eisenhut
Juni - August, 50 - 150 cm |
Aconitum
lycoctonum
Hahnenfußgewächse
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| Vorkommen
Wiesen, Waldlichtungen, Hochstaudenfluren bis zu 2400 m
Wirkstoffe Diterpenalkaloide (Aconitin) Gift Ganze Pflanze, konzentriert in der Wurzel |
Verwechslungen Die zwei Unterarten Wolfs-Eisenhut und Fuchs-Eisenhut sind kaum voneinander zu unterscheiden |
| Botanik |
| Der
Gelbe Eisenhut hat einen aufrechten Stängel. Die lang gestielten Grundblätter
sind handförmig und fünf- bis siebenteilig. Die kurz gestielten
Stängelblätter sind nur drei- bis fünfteilig. Die hellgelben
Blüten stehen in Trauben. Unter dem Helm befinden sich zwei Nektarblätter,
die aufgerollt sind. Die Blüten können nur von langrüsseligen
Hummeln bestäubt werden, die von unten her in die Blüte kriechen.
Kurzrüsselige Hummeln beißen oft den Helm oben auf und gelangen
so an den Nektar, ohne die Blüte zu bestäuben.
Das Hahnenfußgewächs kommt in Europa in zwei Unterarten vor: Der Wolfs-Eisenhut (Aconitum lycoctonum ssp. lycoctonum) findet sich auch in den Niederungen und den Mittelgebirgen Mittel- und Südeuropas. Der Fuchs-Eisenhut (Aconitum lycoctonum ssp. vulparia) bevorzugt den Alpenraum und kommt bis auf Höhenlagen von 2400 Metern vor. Ein Unterscheidung ist praktisch nur für einen erfahrenen Botaniker möglich: Der Fuchs-Eisenhut hat gerade abstehend-behaarte Blütenstiele, während beim Wolfs-Eisenhut die Blütenstiele krummhaarig besetzt sind. |
| Geschichte |
| Auch der Gelbe Eisenhut wurde im Altertum schon zur Herstellung von Pfeilgift benutzt. Extrakte benutzte man früher als Köder zum Vergiften von Füchsen und Wölfen. |
| Akute Vergiftung und Gegenmaßnahmen |
| Der
Gelbe Eisenhut ist genauso giftig wie der Blaue Eisenhut
(Wirkung siehe dort).
Es ist sofort eine Giftzentrale anzurufen. Die entsprechende und je nach Land gültige Giftnotrufnummer sollte immer beim Telefon bereitliegen. Ist diese nicht bekannt, kann man auch einen Arzt oder eine andere Notfallnummer anrufen. Allgemein sind betroffene Personen hinzulegen und warm abzudecken. Wichtig ist, dass sie sich ruhig verhalten und sich nicht unnötig bewegen. Entsprechende Maßnahmen zur gezielten Bekämpfung der Vergiftung sollte nur ein Arzt oder ein Rettungssanitäter durchführen. Der Arzt kann eine Magenspülung durchführen oder - falls es angebracht erscheint - ein Gegengift verabreichen. Meist werden auch eine künstliche Beatmung und eine Stabilisierung der Herz-Kreislauf-Funktionen in Erwägung gezogen.
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