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Krokodile
 
 
Schädel eines Krokodils
 
Krokodilgebiss
 
Krokodile sind die letzten noch lebenden Vertreter aus der Unterklasse der Großsaurier, zu denen auch die ausgestorbenen Dinosaurier und die Flusaurier zählten. Krokodile können bis zu sieben Meter lang werden. Bei einigen Arten sind die Männchen größer als die Weibchen. Der Rücken ist mit dicken, verknöcherten Hornschildern bedeckt. In den Kiefern sitzen Reihen spitz zugeschnittener Zähne, die zum Ergreifen und Festhalten der Beute dienen. An der Schnauzspitze liegen zwei durch Hautklappen verschließbare Nasenlöcher. Von dort führt ein langer Gang zu den eigentlichen, innerlich gelegenen Nasenöffnungen, die durch ein Hautsegel von der Mundöffnung abgeschlossen werden kann. Daher können Krokodile mit offenem Maul unter Wasser auf der Lauer liegen und trotzdem atmen. Das Herz der Krokodile ist in vier Kammern getrennt und stellt eine Fortentwicklung des Kreislaufsystems der anderen Reptilien dar.
 
Abgesehen von einer einzigen Art leben die Krokodile im Süßwasser. Wie die Schildkröten legen sie ihre Eier an Land ab. Dabei graben sie mit ihren Hinterbeinen eine bis zu 0,5 Meter tiefe Mulde am Ufer, die nach der Eiablage wieder zugeschüttet wird. Kurz bevor die Jungtiere schlüpfen, stoßen diese quäckende Lockrufe aus, die von den Weibchen gehört werden. Wie die Schildkröten besitzen die Jungtiere einen hornigen Zahn auf der Schnauzspitze, mit dem sie die harten Eierschalen von innen durchstoßen können. Das Weibchen wühlt das Gelege frei und nimmt die schlüpfenden Jungtiere einzeln in das Maul auf, bevor sie alle zusammen in das Wasser trägt.
 
  Alligatoren
 
Mississippi-Alligator (Alligator mississippiensis), bis 4 Meter 
  
Der Mississippi-Alligator lebt im Südosten der USA. Die Finger und Zehen sind durch Schwimmhäute verbunden. Bei den Alligatoren fassen die Zähne des Unterkiefers in eine Mulde des Oberkiefers. Daher sind die Unterkieferzähne bei geschlossenem Maul nicht sichtbar. Der Alligator kann auf der Jagd bis zu einer Stunde unter Wasser bleiben und fährt beim Herannahen eines größeren Säugetiers am Ufer blitzschnell aus dem Wasser. Der Mississippi-Alligator ist in seinem Bestand stark gefährdet. 
 
  Echte Krokodile
 
Nilkrokodil (Crocodylus niloticus), bis 6 Meter 
   
Das Nilkrokodil ist in den Tropen und Subtropen ganz Afrikas verbreitet. Es lebt im Süßwasser, lässt sich aber auch gelegentlich bis an die Flussmündungen ins Meer treiben. Die Weibchen legen ihre Eier in Löcher und helfen den Jungen beim Schlüpfen. Jungtiere ernähren sich von Insekten, Fröschen, Schlangen und Fischen, Erwachsene auch von Antilopen und Zebras. Bei den Echten Krokodilen ist der 4. Zahn des Unterkiefers bei geschlossenem Maul stets sichtbar. 
Stumpfkrokodil (Osteolaemus tetraspis), bis 2 Meter 
   
Das in West- und Zentralafrika beheimatete Stumpfkrokodil gehört zur Familie der Echten Krokodile und ist relativ kleinwüchsig. Die Stumpfkrokodile besitzen eine starke Panzerung, die besonders um die Augen besonders dick ist. Dies verleiht auch erwachsenen Tieren ein jugendliches Aussehen. Im Gegensatz zu den anderen Krokodilen ist das Stumpfkrokodil nachtaktiv und verbringt den Tag lieber im Schatten. 
 
 
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