Die Doppelschnepfe ist eine mittelgroße Schnepfenart aus der Gattung der Bekassinen mit kurzem Schwanz, kräftigem Körper und relativ langem, geradem Schnabel. Dieser ist jedoch im Vergleich zu kleineren
Bekassine kürzer und kräftiger. Den Namen hat sie erhalten, weil sie etwa doppelt so groß ist wie eine
Zwergschnepfe. Das Gefieder ist braun gemustert mit weißlichen Flügelbinden. Während des Balzfluges lassen die Männchen klickende und trillernde Laute hören. Die größere Pfuhlschnepfe aus der Gattung
Pfuhlschnepfen hat kürzere Beine, einen ganz leicht nach oben gebogenen Schnabel und im Prachtkleid erscheint das Gefieder des Männchens viel intensiver rostrot.
Die Doppelschnepfe brütet in Feuchtgebieten von Skandinavien bis Russland. Charakteristisch sind ihre Balzplätze, auf denen sich mehrere Männchen versammeln und mit auffälligen Balzflügen und Rufen um die Gunst der Weibchen werben. Das Nest besteht aus einer Bodenmulde, die mit pflanzlichem Material ausgepolstert ist. Das Weibchen legt drei bis vier Eier, die sie selbst bebrütet.
Die Nahrung besteht aus Würmern, Insekten und Schnecken. Mit dem langen Schnabel stochert die Doppelschnepfe im Niedrigwasser und Schlick nach Beute.
Natürliche Feinde sind Greifvögel und Eulen sowie Marder und Füchse, die Nester plündern und Eier oder Jungvögel fressen. Die Art ist gefährdet durch Lebensraumverlust, Trockenlegung von Feuchtgebieten, Jagd und Klimaveränderungen. In Europa gilt die Doppelschnepfe vielerorts als stark bedroht.