Hausmaus
Mus musculus L.
6 bis 10 cm, 12 bis 30 g
Familie Mäuse  Muridae
Klasse, Ordnung
Säuger, Nagetiere.

Englisch: House mouse.  
Französisch:
Souris domestique.

Lebensraum
Kulturfolger in Städten und Dörfern; Vorratsräume, Ställe, Scheunen, Häuser; außerhalb auch Mülldeponien, Gärten, Felder.

Nahrung
Allesfresser: Getreide, Samen, Nüsse, Brot, Futtermittel, Obst, Gemüse, Insekten, Fleischreste.

HausmausLupeHausmaus mit großen Ohren.
Hausmaus FrontalansichtLupeFrontalansicht.
Merkmale
Lebensweise
Nahrungserwerb
Gefahren
Grafik
Infokarte
Beschreibung
Merkmale

Die Hausmaus ist eine feingliedrige Maus mit spitzem Kopf, großen Ohren und relativ großen Augen. Das Fell erscheint graubraun bis mausgrau, der Bauch ist heller. Der Schwanz ist in etwa so lang wie der Körper, er ist geringelt, schuppig und nur wenig behaart. Wie bei allen Mäusen haben die Vorderpfoten vier, und die Hinterpfoten fünf Zehen, die alle mit feinen Krallen besetzt sind. Die wurzellosen Nagezähne wachsen lebenslang nach, die Schneidezähne oben haben eine Kerbe auf der Rückseite. Bei der bräunlicheren Waldmaus fehlt diese Kerbe. Die Hausmaus ist deutlich kleiner und schlanker als die Wanderratte. Die Erdmaus und auch die Ostschermaus haben deutlich kleinere und anliegende Ohren und im Verhältnis zum Körper einen viel kürzeren Schwanz. Die Labor- oder Heimtiermaus ist eine domestizierte Hausmaus, die auch ganz weiß vorkommt. Eine Hausmaus im Haus erkennt man an ihrem starken Uringeruch. Es treten auch Bissspuren am Holz, an Kabeln und an Verpackungen auf.
Hausratte, Wanerratte und Hausmaus im VergleichLupe

 
Lebensweise

Die Hausmaus wurde durch den Menschen weltweit verschleppt. Ursprünglich stammt sie aus Asien. Sie bevorzugt trockene, warme Standorte mit gutem Nahrungsangebot und Nistmöglichkeiten. Die überwiegend dämmerungs- und nachtaktive Maus ist in ruhigen Innenräumen auch tagsüber aktiv. Sie lebt in kleinen Familiengruppen oder bildet größere Kolonien, die hierarchisch aufgebaut sind. Die Kommunikation findet über Geruchsmarken oder über Ultraschall statt. Die Nester werden aus Papier, Stoff oder Pflanzenfasern in Hohlräumen gebaut, oft auch zwischen Lagergut oder hinter Paneelen mit Lebensmitteln.

Die Hausmaus ist in der Fortpflanzung extrem effizient. Eine Maus ist schon sechs bis acht Wochen nach der Geburt geschlechtsreif. Nach einer Trächtigkeit von maximal drei Wochen schlüpfen fünf bis acht, manchmal sogar zwölf Jungtiere. Bei gutem Nahrungsangebot gibt es mehrere Würfe pro Jahr. Die Lebenserwartung in freier Wildbahn beträgt meistens weniger als ein Jahr. In Gefangenschaft oder beim verborgenen Leben in einem Gebäude ohne Katzen können Hausmäuse auch mehrere Jahre alt werden.


Nahrungserwerb

Hausmäuse sind Allesfresser, sie bevorzugen aber körner- und fettreiche Nahrung. Die Nahrung wird im direkten Umkreis des Nestes erschnüffelt. Für die Versorgung legen sie auch Depots in der Nähe des Nestes an. Flüssigkeit wird hauptsächlich über die Nahrung aufgenommen.


Feinde und Gefahren

Die Hausmaus hat zahlreiche natürliche Feinde, dazu zählen zum Beispiel Eulen, Greifvögel, Füchse, Marder, Schlangen und Hauskatzen. In Gebäuden werden die Hausmäuse mit Fallen oder Fraßgiften bekämpft. Letzteres kann ein Problem für Katzen darstellen, wenn sie die Mäuse fressen.


Zeichnungen

Bild vergrößern! ZoomHausmaus: Farbzeichnung vor weißem Hintergrund.
Bild vergrößern! ZoomSchwarzweißzeichnung vor weißem Hintergrund.
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