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| Das Reh hat im Sommer ein rotbraunes Fell,
während es im Winter unauffällig graubraun gefärbt ist.
Der erwachsene männliche Rehbock ist
am Geweih zu erkennen. Das erwachsene weibliche Reh, die Ricke
hat kein Geweih. Ausgewachsene Tiere erreichen eine Schulterhöhe von
90 Zentimeter, die Kopf-Rumpf-Länge beträgt bis 140 Zentimeter.
Der Rehbock wiegt 15-25 Kilogramm, die Ricke ist etwas leichter. Das junge
Rehkitz trägt ein rotbraunes, auf dem
Rücken weiß getupftes Fell. Die Tupfen sind in drei Längsreihen
angelegt. Im Norden von Deutschland kommen auch Rehe mit fast schwarz gefärbtem
Fell vor. Der weiße Fleck am Hinterteil des Rehs nennt der Jäger
Spiegel.
Im Winter bilden die Rehe Familienclans, sogenannte "Sprünge". Zur Brunftzeit Anfang August führen die männlichen Rehböcke Rivalenkämpfe mit Hilfe ihrer Geweihe durch. Sie markieren ihr Revier mit einem Duft aus ihren Duftdrüsen an Kopf und Beinen. Nach der Paarung entwickelt sich das befruchtete Ei bei der Ricke zunächst kaum, erst im Dezember beginnt der Embryo zu wachsen. Die Tragezeit der Ricke beträgt 39-42 Wochen. Im Mai oder Juni des folgenden Jahres werden die Kitze geboren. Meist sind es Zwillinge. Die Kitze liegen zunächst am Boden. Werden sie von einem Fuchs oder einem Luchs bedroht, schreien sie mit einem hellen, durchdringenden Schrei. Die herbeieilende Mutter verteidigt die Jungen mit Schlägen der scharfkantigen Vorderlauf-Hufen. Die jungen Rehe sind nach eineinhalb Jahren geschlechtsreif. Rehe können in der Wildnis bis zu 12 Jahre alt werden, in Gefangenschaft sogar 17 Jahre. Rehe ernähren sich von Blättern, jungen Trieben, Kräutern, Gräsern, Moosen, Beeren, Eicheln, Bucheckern, Rinden und Pilzen. Das Europäische Reh ist die häufigste Hirschart in Europa. Es kommt in fast ganz Europa und in Kleinasien vor. Nur auf den Mittelmeerinseln, auf Irland und ganz im hohen Norden fehlt es. Weitere Infos: Gebisse von Säugern |
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